Tankschiff bei Osterspai freigeschleppt
Mittelrhein. Gegen 4 Uhr ist am frühen Samstagmorgen bei Osterspai ein Tankmotorschiff auf Grund gelaufen. Mehrere Stunden hat es gedauert, das 110 lange Schiff von der Kiesbank zu ziehen. Um 14.30 Uhr traf dann die Meldung in der Dienststelle der Wasserschutzpolizei Koblenz ein: Schiff ist freigeschleppt, Mensch und Maschine wohl auf.
Seit der Havarie der "Waldhof" zucken bei solchen Vorfällen viele zusammen. Doch wie die Wasserschutzpolizei mitteilt, sei schnell klar gewesen, dass die Situation nicht gravierend ist. Die Außenwand des Schiffes nahm keinen Schaden, und es kam nicht zu einem Wassereinbruch, heißt es vonseiten der Beamten. Ladung war nicht an Bord.
Das niederländische Tankmotorschiff befand sich mit seiner fünfköpfigen Besatzung auf der Fahrt von Ludwigshafen nach Rotterdam. Nach Ermittlungen der Polizei war eine nautische Fehleinschätzen die Ursache dafür, dass das Schiff auf Grund lief. Offenbar steuerte der Schiffsführer sein Fahrzeug hinter die fahrwasserbegrenzenden Tonnen. Dadurch verließ er die Fahrrinne.
Dem Tankmotorschiff gelang es nicht, aus eigener Kraft von der Untiefe loskommen konnte. Versuche, es mit einem Schlepper zu befreien, wurden abgebrochen. Um sicherzustellen, dass bei der Bergung des verunglückten Schiffes dessen Antriebsschrauben und Ruderblätter nicht in Mitleidenschaft gezogen werden, wurde ein zweiter Schlepper zur Assistenz angefordert. Gemeinsam konnte das Schiff befreit werden.
Den Verkehr auf dem Rhein am Samstag regelten die Stationen St. Goar und Koblenz der Wasserschutzpolizei in Zusammenarbeit mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt Bingen. Zu Beeinträchtigungen kam es aber kaum: Andere Schiffe hatten genügend Platz, um vorbeizufahren. Lediglich beim Freischleppen selbst wurden die auflaufenden Schiffe im gebührenden Abstand mehrmals angehalten.
Übrigens: Dass sich Schiffe in dieser Stelle festfahren, ist nichts Ungewöhnliches. Laut Angaben der Polizei passiert das mehrfach im Jahr.













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