Spaß am Sport bei den Kleinsten wecken
Kreis Altenkirchen - Gerade noch flitzten sie bunte Tücher schwenkend durch den Raum, jetzt krabbeln sie auf allen Vieren, nur um wenige Augenblicke später wie übermütige Schäfchen im Kreis zu hüpfen. Kein Zweifel, die drei- bis fünfjährigen Mädchen und Jungen, die die Kindertagesstätte „Burgwiese“ in Mehren besuchen, haben sichtlich Freude an den fröhlichen Bewegungsspielen. Alles unter den wachsamen Augen einer erfahrenen Übungsleiterin und einer Erzieherin. Am Freitag war die Premiere in der zweigruppigen Einrichtung – „Fortsetzung folgt“ ist für die kommenden drei Jahre angesagt.
Die Kinder profitieren von einer Initiative des Landessportbundes (LSB) Rheinland-Pfalz. Unter dem Motto „Kindergarten-Kids – Mit Bewegung schlau und fit“ fördert der LSB die Zusammenarbeit von Kindergärten und Sportvereinen – jetzt auch in der Verbandsgemeinde Altenkirchen. Der SSV Weyerbusch und die Kindergärten in Birnbach, Mehren, Kircheib und Weyerbusch haben einen dreijährigen Kooperationsvertrag geschlossen. In Mehren stellten Josef Hartmann, Präsident des SSV Weyerbusch, Martin Siems, stellvertretender Leiter der Abteilung Jugend und Soziales, Fachgebiet Kindertagesstätten, bei der Verbandsgemeinde Altenkirchen und Sabine Lindner, Burgwiese-Leiterin, das Projekt vor, während im Nachbarraum SSV-Übungsleiterin Michaela Waczlawik und Erzieherin Anna Lena Patt die Kleinen mit kindgerechtem sportlichen Übungen begeisterten.
Michaela Waczlawik wird künftig einmal pro Woche auch in den zweigruppigen Kindergarten in Kircheib kommen, während sich die zweite Übungsleiterin Trudi Pauken um die Einrichtungen in Weyerbusch (fünf Gruppen) sowie in Birnbach (zwei Gruppen) kümmern wird. Für den engagierten Weyerbuscher Sportverein gibt es finanzielle Unterstützung vom Landessportbund, während die Kindergärten Materialien, die der Bewegungsförderung diesen, im Wert von bis zu 250 Euro erhalten können.
Bei der Vorstellung in Mehren, die Tagesstätte wird von zwei- bis sechsjährigen Mädchen und Jungen aus Mehren, Forstmehren, Ersfeld, Kraam und Heuberg besucht, verwies SSV-Präsident Hartmann darauf, dass die Kinder sich heute dank der modernen Medienwelt viel weniger bewegen als in früheren Jahrzehnten. Laut LSB haben Untersuchungen gezeigt, dass bis zu 60 Prozent eines Jahrganges von Haltungs-, Muskel- und Koordinationsschwächen betroffen sind. Außerdem bestehe für Kinder, die motorisch und koordinativ unsicher seien, eine größere Gefahr, sich bei Stürzen zu verletzen. Vor diesem Hintergrund traf die Idee des Sportvereins bei der Verbandsgemeinde und den Leiterinnen der Kindergärten auf große Zustimmung, so Martin Siems.
Vom Frühjahr an möchte man auch draußen spielerisch Sport treiben. Beispielswiese Fußball oder auch Trampolin springen, bei dem eine Erzieherin allein nicht die Anleitung übernehmen darf, wie Sabine Lindner erläutert. Beim SSV denkt man noch einen Schritt weiter: „Wir versprechen uns davon auch Nachwuchs für den Verein.“ Gudrun Kaul













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