200 Liter Salzsäure ausgetreten
Almersbach - Schrecksekunde bei der Papierfabrik Interface Solutions (früher Ahlstrom bzw. Jagenberg) in Almersbach bei Altenkirchen: Bei Arbeiten in dem breitflächigen Gebäudekomplex traten am Freitag am späten Nachmittag aus einem 900-Liter-Tank etwa 150 bis 200 Liter 31-prozentiger Salzsäure aus. Dies hatte einen Großeinsatz der Feuerwehren zur Folge.
Die Altenkirchener Wehr rückte mit 38 Männern an, und der Gefahrstoffzug des Kreises Altenkirchen war mit 37 Wehrleuten aus Berod, Wissen und Horhausen am Ort. Zudem waren vorsorglich etliche Kräfte des DRK alarmiert worden. Recht frühzeitig konnte indes Betriebsleiter Dirk Euteneuer mitteilen, dass keine Firmenangehörigen verletzt wurden. Große Teile der ausgetretenen Salzsäure wurden letztlich von einem firmeneigenen Auffangsystem aufgenommen, sodass die Wehrleute in ihren Chemiekalienschutzanzügen nur noch eine kleinere Menge beseitigen mussten.
Geleitet wurde der Einsatz vom Altenkirchener Wehrführer Michael Heinemann, der vom Kirchener Chemiefachberater Berthold Hof unterstützt wurde. „Gerade die zuerst eingetroffenen Einsatzkräfte leisten immer hervorragende Arbeit, so auch hier“, sagte Hof. „Sie haben die Situation schnell geklärt. Es war wichtig, frühzeitig zu wissen, dass das betroffene Gebäude komplett geräumt war.“ Michael Heinemann erklärte, „dass das Sicherungssystem der Firma gut gearbeitet hat, weshalb keine Säure aus dem Gebäude austreten und etwa in die benachbarte Wied fließen konnte.“
Parallel gab es in Mehren einen zweiten Feuerwehreinsatz. In einem leer stehenden Gebäude kam es zu einem Wasserschaden, der die Wehr der Gemeinde beschäftigte. Dieser war so gravierend, dass das Haus nun einsturzgefährdet ist. Jürgen Vohl















Diesen Artikel versenden