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  • Saubere Sache - Fahrrad: Der Riemenantrieb kommt

    Der Riemenantrieb bietet im Vergleich zur Kette viele Vorteile. Doch Fahrräder mit Beltdrive waren bisher meist ziemlich teuer. Inzwischen sind Räder mit dieser cleveren Antriebstechnik schon für unter 1.000 Euro zu haben.

    Eine tolle Kombination: Riemenantrieb von Gates und das Zentralgetriebe von Pinion
    Eine tolle Kombination: Riemenantrieb von Gates und das Zentralgetriebe von Pinion

    Die Kette hat noch lange nicht ausgedient, doch im Alltag kann sie mit Schmutz und Wartungsaufwand nerven
    Die Kette hat noch lange nicht ausgedient, doch im Alltag kann sie mit Schmutz und Wartungsaufwand nerven

    Viele Jahre war der Riemenantrieb bei Fahrrädern eine exotische und teure Lösung. Mittlerweile ist diese clevere Lösung jedoch zu einer ernsten weil massentauglichen Alternative zur Kette gereift. Das liegt zum einen an der CDN-Serie von Gates – eine hochwertige und zugleich günstige Riemenvariante. Zum anderen bieten Rahmenhersteller zunehmend mehr riementaugliche Konstruktionen an. Kosteten bis vor kurzem Räder mit Riemenantrieb meist noch über 2.000 Euro, finden sich mittlerweile Angebote unterhalb von 1.000 Euro. Schließlich sorgt auch die allgemein wachsende Beliebtheit der Nabenschaltung für eine stärkere Verbreitung des Riemenantriebs.

    Einfach eine saubere Sache: Fahrrad mit Riemenantrieb
    Einfach eine saubere Sache: Fahrrad mit Riemenantrieb

     

    Dass die Kette noch immer dominiert, mag angesichts der vielen Vorteile des Riemenantriebs fast schon verwundern. Im Vergleich zur Kette ist der Riemen nicht nur leiser und laufruhiger, er kommt auch besser mit Nässe, Dreck und winterlicher Witterung zurecht. Gereinigt wird der Antrieb einfach mit Wasser, denn das System läuft ohne zusätzliche Schmierung, weshalb man sich hier auch nicht mit lästigem Schmierdreck herumplagen muss. Zudem arbeitet der Riemenantrieb wartungsfrei und ohne Rost. Obendrein hat ein Riemen im Vergleich zur Kette eine gut doppelt so hohe Lebensdauer. Und er arbeitet in Hinblick auf die Kraftübertragung verlustfreier. „Wenn die UCI den Riemenantrieb zu Olympia zugelassen hätte, wären viele Weltrekorde beim Bahnradsport gefallen“, vermutet der ehemalige Downhill-Profi Frank Schneider, der jetzt für den Riemenhersteller Gates aktiv ist.

     

    Im Prinzip ähnelt der Aufbau des Riemenantriebs dem der Kettenvariante: Anstelle der Fahrradkette wird ein robuster Carbongurt mit Zähnen an der Innenseite zwischen zwei Zahnscheiben (einer großen an der Kurbel, einer kleinen an der Nabe) gespannt. Das Ineinandergreifen der Zähne verhindert ein Verrutschen des Antriebs. Die eigentliche Kraftübertragung erfolgt über einen im Zahnriemen integrierten Zugstrang. Entscheidend ist dabei die richtige Riemenspannung. Beispielsweise brauchen große, kräftige Fahrer einen anderen Spannungsbereich als leichte Flitzer.

     

    Durch die Kombination mit Getriebeschaltungen, etwa von Pinion oder Rohloff, kommen die Vorteile des Systems besonders gut zum Tragen. „Während das komplett offen liegende System einer Kettenschaltung gerade auf langen Strecken viel Zuwendung braucht, rollt die Kombination aus Riemenantrieb und Getriebeschaltung auch bei schwierigem Untergrund oder wechselnden Witterungen problemlos“, berichtet Marco Rauch von Rohloff. Dirk Stölting von Pinion ergänzt: „Wir konnten Erfahrungen unter schwierigsten Bedingungen, z. B. im skandinavischen Winter, sammeln. Während bei Kettenschaltungen durch Matsch und Schlamm oft nur noch zwei Gänge funktionieren, arbeitet der Riemenantrieb in Kombination mit dem Zentralgetriebe ohne Zwischenfälle.“

     

    Wer ein Fahrrad mit Riemenantrieb will, muss sich allerdings ein solches kaufen. Ein bestehendes Rad auf Riemenantrieb umzurüsten, ist in der Regel nicht möglich. Im Gegensatz zur Kette, die dank Kettenschloss teilbar ist, benötigt der Rahmen für den Riemenantrieb nämlich ein sogenanntes Rahmenschloss, durch das der nicht teilbare Riemen geführt wird. Außerdem muss es eine Möglichkeit geben, den Riemen zu spannen. „Der Rahmen muss also speziell für den Riemenantrieb konzipiert und freigegeben sein. Das werden aber immer mehr – schon wegen der Produktionskosten. Gerade in jüngster Zeit ist das Angebot an Fahrrädern mit der Kombination Nabenschaltung und Riemenantrieb enorm gewachsen, vor allem auch das Angebot an günstigen Fahrrädern “, so Schneider weiter. Wer ein neues Fahrrad ohne Riemenantrieb kauft, sollte in Zukunft zumindest darauf achten, ob die Rahmenkonstruktion möglicherweise eine Umrüstung auf Riemenantrieb erlaubt.

    Mario Hommen/SP-X

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