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    BerlinNie über Jagdausflüge sprechen - Tipps fürs Mitfahren

    Mitfahrgelegenheiten sind für viele eine Alternative zu Bus und Bahn. Bei den ersten Malen kann die Autofahrt mit Fremden allerdings Fragen aufwerfen: Worüber unterwegs reden? Und welchen Platz im Wagen sollte man wählen?

    Fremde unter sich
    Fremde unter sich: Ein paar Tricks können die Kommunikation mit den Mitfahrern erleichtern.
    Foto: Mitfahrgelegenheit.de - DPA

    Am Straßenrand den Daumen raushalten und auf das Glück vertrauen - das war gestern. Anhalter von heute nutzen ihren Zeigefinger und suchen sich per Mausklick im Internet Mitfahrgelegenheiten in fremden Autos. Auf Seiten wie «mitfahrzentrale.de», «pendlernetz.de», «hitchhikers.de» oder «mitfahrgelegenheit.de» ist das nicht schwieriger, als online ein Bahn- oder Flugticket zu kaufen. Damit tun Mitfahrer laut Anja Smetanin vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) zum einen etwas für die Umwelt, weil Autos so effizienter genutzt werden. Aber auch soziale Gründe sprechen dafür: «Man kann interessante Menschen kennenlernen.»

    Für kommunikative Menschen ist eine Mitfahrgelegenheit deshalb eine gute und in der Regel auch günstigere Alternative zu Bus, Bahn oder Carsharing-Angeboten. Damit die Reise im fremden Wagen ein Vergnügen wird, können einige Expertentipps nützlich sein:

    Pünktlich sein und passend zahlen: Wer auf den Mitfahrportalen ein passendes Angebot oder Gesuch gefunden hat, verabredet sich via Telefon, SMS oder E-Mail mit dem Fahrer oder Passagier. Pünktlich am Abfahrtsort zu erscheinen, schont die Nerven aller Beteiligten. Bezahlt wird am besten in bar nach der Fahrt, betont Finanzexperte und Buchautor Michael Braun: «Es geht beim Mitfahren fast immer um kleine Beträge, da sollte man nicht mit komplizierten Finanztransaktionen anfangen. Am einfachsten ist es, bar zu bezahlen, idealerweise nach Erreichen des Zielorts ohne dramatische Ereignisse.»

    Hallo, Fremder: Mitfahrer haben im Prinzip keinen Einfluss darauf, wer sonst noch so im Wagen sitzt. Allerdings muss sich niemand völlig blind seinem Schicksal ausliefern: Vera Reich aus dem Vorstand der Deutschen Kniggegesellschaft empfiehlt, vor der Buchung beim Fahrer zu erfragen, wie viele Passagiere dieser einplant. Denn manche Autos sind komplett ausgebucht, was in einem Kleinwagen extrem lästig werden kann, wohingegen andere Fahrer freundlicherweise nur zwei Gäste auf der Rückbank mitnehmen. Die Frage, ob es sich um ein Raucher- oder Nichtraucherauto handelt, kann sich ebenso lohnen wie ein Blick auf mögliche Bewertungen des Fahrers auf der Webseite des Vermittlers.

    Der erste Eindruck zählt: «Der Fahrer ist ein Service-Anbieter, auch wenn er darüber vielleicht noch nie nachgedacht hat», betont Reich. «Ein gepflegtes Auto, in dem es gut riecht, signalisiert dem Mitfahrer, dass er willkommen ist.» Genauso gut sollte der Mitfahrer auf sein Auftreten achten. «Es klingt streng, ist aber wichtig: Stellen Sie sich höflich vor», sagt die Benimm-Expertin und empfiehlt beim Erstkontakt das «Sie». Ein Duz-Angebot dürfe immer höflich abgelehnt werden. Ferner sollten sich Frauen nicht zu freizügig kleiden, denn ein tiefes Dekolleté oder ein allzu kurzer Rock wecken beim Fahrer vielleicht Gedanken, auf die man ihn gar nicht bringen wollte. Und Männer wirken in langen Hosen seriöser.

    Sinnvolle Sitzordnung: Wer neben dem Fahrer sitzt, sollte ein gesprächiger Typ sein, denn viele Fahrer nehmen Fremde mit, um sich unterwegs nicht zu langweilen. Hat man Pech, wird man allerdings in die Rolle des Psychoanalytikers gedrängt. Wer das nicht will, nimmt besser hinten Platz. Um den Lieblingsplatz zu ergattern, sind kleine Ausreden wie Rückenschmerzen oder Reiseübelkeit erlaubt.

    Nicht einfach drauflos plaudern: Viele Mitfahrten gehen höflich, aber ohne große Worte vonstatten. Bei anderen hingegen kommen die Beteiligten ins Gespräch und lernen interessante Menschen kennen, denen sie sonst vermutlich niemals begegnet wären. «Man kann sich immer über Kultur, Literatur, Kunst, Musik, den letzten Urlaub oder seine Hobbys unterhalten», sagt Reich. Absolute Tabuthemen - bei allen gesellschaftlichen Anlässen - seien Krankheiten, Politik, Religion und die Jagdleidenschaft. «Die Wahrscheinlichkeit, dass man einem Jagdgegner begegnet, ist hoch. Manche Menschen reagieren aggressiv, was dieses Thema betrifft», warnt Reich.

    Nervigen Mitreisenden entkommen: Das Auto fährt, aber das Gespräch läuft nicht - in dieser Situation würde man im Zug einfach das Abteil wechseln. Im Auto geht das nicht. Trotzdem können sich genervte Passagiere Dampfplauderern und unliebsamen Themen entziehen: Dazu hilft die Bitte, das Radio einzuschalten oder eine kurze Pause zu machen, um sich die Füße zu vertreten. Danach werden die Karten neu gemischt, und es lässt sich ein unverfängliches Gesprächsthema anschneiden. Wird es danach nicht besser, lautet der Expertentipp: Kopfhörer aufsetzen und Musik hören oder - falls zur Hand - unter dem Vorwand eines wichtigen Termins am Ziel in irgendwelchen Unterlagen blättern. Oder man klinkt sich ganz einfach mit der Ankündigung aus, jetzt ein Nickerchen einzulegen.

    Hier geht es zur Mitfahrzentrale

    Fahrer und Mitfahrer finden im Pendlernetz

    Mitfahrgelegenheiten bei Hitchhikers

    Hier geht es zum Portal «Mitfahrgelegenheit»

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