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    „Kunden investieren in Sicherheit“ - Drei Fragen an: Hartmut Schick, Leiter Daimler Buses

    Mercedes hat den Tourismo nach 23 Jahren neu entwickelt. Wir sprachen mit Hartmut Schick, Leiter Daimler Buses, über die Sicherheit im neuen Reisebus und über die Möglichkeiten einer künftigen Elektrifizierung.

    Drei Fragen an Hartmut Schick, den Leiter von Daimler Buses
    Drei Fragen an Hartmut Schick, den Leiter von Daimler Buses

    Nach 20 Jahren erneuert Mercedes den Reisebus Tourismo
    Nach 20 Jahren erneuert Mercedes den Reisebus Tourismo

    Warum kosten wichtige Sicherheitssysteme wie das Abstandsradar oder der beste Notbremsassistent immer noch Aufpreis?

    Schick: In Nutzfahrzeugen sind Entwicklung und Adaption solcher Systeme besonders aufwendig und teuer, so dass wir ähnlich wie beim Pkw diese Kosten teilweise weiterberechnen müssen. Wir haben aber die Erfahrung gemacht, dass die Kunden, also die Busunternehmer, in hohem Maße bereit sind, in die Sicherheit zu investieren und diese Systeme zu bestellen.

    Themen wie Elektromobilität oder Hybridsysteme scheinen die Fernbusse aber noch nicht erreicht zu haben?

    Schick: Natürlich arbeiten wir an der Elektrifizierung, fokussiert auf den Bereich der Stadt- und Linienbusse. Es ist noch nicht abzusehen, wann wir über Batterien verfügen, die die Anforderungen von Reise- und Fernbussen nach langen Reichweiten erfüllen. Es bleibt aber festzuhalten, dass der Fernbus heute schon das mit großem Abstand sparsamste Verkehrsmittel ist, wenn man Verbrauch und Emission pro Insasse und Kilometer als Maßstab nimmt.

    Busreisende klagen häufig über immer geringeren Sitzabstand ähnlich wie bei Billigfliegern. Haben Sie überhaupt Einfluss darauf, was ihre Kunden bestellen?

    Schick: Wir bieten zahlreiche Variationen für den Innenraum an, die ein Unternehmer je nach Einsatzzweck des Busses bestellen kann. Insofern liegt die Entscheidung letztlich beim Kunden. Wir stellen aber fest, dass der Komfort, vor allem der Sitzkomfort, eine immer wichtigere Rolle im Wettbewerb der Anbieter darstellt. Ähnlich wie im Flugverkehr wird der Fahrgast bereit sein, für mehr Sitzabstand auch höhere Fahrpreise zu bezahlen. Viele Anbieter bieten schon bei der Buchung im Internet die Möglichkeit, unter verschiedenen Abständen zu wählen. Und dieser Trend steht noch am Anfang.

    Peter Maahn/SP-X

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