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    Hausgemachter Methusalem-Effekt - Neuwagenkäufer immer älter

    Neuwagen sind nur noch was für ältere Herrschaften. Aber daran ist nicht nur der demographische Wandel schuld, wie eine Studie nun postuliert. Auch die Hersteller selbst sorgen für ein steigendes Durchschnittsalter.

    Angehörige machen sich oft sorgen, wenn ihre älteren Verwandten am Steuer sitzen
    Angehörige machen sich oft sorgen, wenn ihre älteren Verwandten am Steuer sitzen

    Das Durchschnittsalter der deutschen Neuwagenkäufer hat einen neuen Rekordwert erreicht. Im ersten Quartal des Jahres lag er bei 53 Jahren, wie das Center of Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen ermittelt hat. Im Gesamtjahr 2014 war der deutsche Neuwagenkäufer noch im Schnitt 52,1 Jahre alt, vor 20 Jahren sogar lediglich 46,1 Jahre.

    Am ältesten waren der Studie zufolge im ersten Quartal 2015 die Kunden von Porsche mit durchschnittlich 56,1 Jahren. Opel folgte mit 55,5 Jahren, Mercedes mit 55,1 Jahren. Marktführer VW kam auf 54,9 Jahre. Ewas jünger ist die Kundschaft der sportlicher positionierten Premiummarken BMW (53,3 Jahre) und Audi (52,6 Jahre). Fast schon jugendlich mutet der durchschnittliche Ford-Kunde mit 51,5 Jahren an.

    Allein der demographische Wandel kann laut den Wissenschaftlern um Professor Ferdinand Dudenhöffer das Alterungs-Phänomen nicht erklären. Ein weiterer Grund liegt den Experten zufolge in der Preispolitik von Herstellern und Handel. So haben sie einen Zusammenhang von Durchschnittsalter und der Eigenzulassungsquote entdeckt. Letztere beschreibt den Anteil von Fahrzeugen, die nicht auf private oder gewerbliche Käufer zugelassen sind, sondern auf Handel oder Hersteller selbst. Dieser Wert steigt seit Jahren an, zuletzt im Gleichschritt mit dem Durchschnittsalter.

    Das Manöver mit den „Scheinbesitzern“ dient dazu, die Autos künstlich zu Gebrauchtwagen zu machen und so hohe Rabatte geben zu können - ohne das Preisgefüge der Marke durcheinander zu bringen. Vor allem die jungen Käufer passen der Studie zufolge ihr Kaufverhalten an und verzichten auf „echte Neuwagen“. Bei den Autoherstellern senkt das langfristig den Ertrag, warnt Dudenhöffer.

    Als weiteren Grund für den Methusalem-Effekt haben die Wissenschaftler die schwindende Bedeutung des Autos, vor allem bei jungen Großstadtbewohnern ausgemacht. Zum einen gewännen neue Alternativen zum Autobesitz wie etwa Carsharing an Beliebtheit, zum anderen konkurrierten beim Konsum neue Produkte wie Mobiltelefone oder Trendsportarten mit dem Auto.

    Holger Holzer/SP-X

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