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    Glanzparade in Krisenzeiten - Ausblick auf die IAA 2013

    Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Mit angezogener Handbremse werden die Autohersteller die schwere Absatzkrise in Europa nicht bewältigen können. Deshalb dürfen sich Besucher der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA auf viele neue Modelle freuen.

    Opel Monza Concept
    Noch im Halbdunkeln: Opel will auf der IAA das Monza Concept enthüllen - eine Coupé-Studie für die Oberklasse.
    Foto: Opel - DPA

    Der Automarkt in Europa ist am Boden. «Die Lage ist katastrophal, und daran wird sich voraussichtlich auch in den nächsten fünf Jahren nichts ändern.» Diese Prognose des Autoexperten Prof. Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen lässt Zweifel aufkommen, ob die 65. Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt (Publikumstage: 14. bis 22.) eine fröhliche PS-Party wird. Doch da ist der Forscher zuversichtlich: «Auf den Messeständen werden sich die Autobauer von ihrer schweren Krise nichts anmerken lassen, schlechte Stimmung verbreitet da garantiert keiner.»

    BMW i8
    Prototyp auf Probefahrt: Der BMW i8 ist ein Plug-in-Hybridsportwagen mit 266 kW/362 PS Systemleistung, der bis zu 35 Kilometer rein elektrisch fahren kann.
    Foto: BMW - DPA

    Die IAA-Besucher dürfen sich auf eine bunte Tüte Modellneuheiten quer durch alle Pkw-Segmente freuen, in der trotz schlechter Zeiten auch Pralinen stecken: «Es werden nicht nur Autos mit hohem Alltagsnutzwert im Rampenlicht stehen, sondern wie gewohnt auch Luxusmodelle, Sportwagen und andere Fahrzeuge mit besonderer Strahlkraft», sagt Dudenhöffer. «Die Emotionen dürfen und werden bei der wichtigsten Autoshow der Welt nicht auf der Strecke bleiben.»

    Porsche 918 Spyder
    Öko-Supersportwagen: Bis zur IAA will Porsche den 918 Spyder zur Serienreife bringen. Der Hybridantrieb des Boliden - hier noch im Entwicklungsstadium - wird 585 kW/795 PS leisten.
    Foto: Porsche - DPA

    «Nirgendwo sonst gibt es mehr Weltpremieren, mehr Hersteller, mehr Zulieferer, mehr Innovationen», verspricht Matthias Wissmann vom Verband der Automobilindustrie (VDA), der die IAA im zweijährigen Turnus ausrichtet. Nur um alles bisher Dagewesene zu übertreffen, reicht es nicht: «Wir liegen bei der Zahl der Aussteller und der Ausstellungsfläche auf dem hohen Niveau von 2011», so der VDA-Präsident. In Zahlen heißt das: rund 1000 Aussteller und etwa 230 000 Quadratmeter Messefläche. Was die Hersteller dort an neuen Autos auffahren, haben sie zum Teil schon offiziell oder noch hinter vorgehaltener Hand angekündigt.

    Mercedes GLA
    Mercedes GLA kommt: Aus dieser Studie, die Daimler-Chef Dieter Zetsche im April auf der Motorshow in Shanghai präsentiert hat, wird auf der IAA ein Serienmodell.
    Foto: Daimler - DPA

    In der Sparte der Luxuskarossen darf man zum Beispiel auf Opels Monza Concept gespannt sein: Mit dieser Studie untermauern die Rüsselsheimer ihre Ambitionen, in die Oberklasse zurückzukehren. Das große Coupé soll obendrein die Weiterentwicklung der aktuellen Designsprache der Marke illustrieren und einen Ausblick auf neue Lösungen für Effizienz- und Unterhaltungstechnik geben. Opel stellt außerdem den umfassend überarbeiteten Insignia vor. Von Mercedes ist die frisch gestartete S-Klasse als Coupé und als 430 kW/585 PS starkes AMG-Modell zu erwarten. Und Audi zeigt den modernisierten A8 mit neuartigen LED-Matrix-Scheinwerfern, die den Gegenverkehr im Fernlichtkegel ausblenden.

    BMW i3
    Kleiner Stromer: Bei BMW beginnt das Elektrozeitalter mit dem i3, der auf der IAA Publikumspremiere feiert.
    Foto: BMW - DPA

    Zu den Sportwagen, die auf der IAA ihren Einstand geben, zählt der nächste Porsche 911 Turbo mit 383 kW/520 PS und 412 kW/560 PS in der S-Version, den das Unternehmen pünktlich zum 50. Geburtstag der Elfer-Baureihe auflegt - serienmäßig mit Allradantrieb und -lenkung. Halb so stark ist der Peugeot RCZ R, der als Top-Version des Coupés aus einem gerade einmal 1,6 Liter großen Turbobenziner 199 kW/270 PS schöpft. Lamborghini hat den bisher extremsten Gallardo angekündigt: den LP 570-4 Squadra Corse. In diesem Boliden steckt der unverändert vom Supertrofeo-Rennwagen übernommene V10-Motor mit 419 kW/570 PS.

    Citroën Grand C4 Picasso
    Für Großfamilien: der neue Citroën Grand C4 Picasso. Die Markteinführung des Siebensitzers ist für Mitte Oktober geplant.
    Foto: Citroën - DPA

    Der Supersportwagen Porsche 918 Spyder wirkt dagegen wegen seines sparsamen Plug-in-Hybridantriebs geradezu wie ein Vernunftauto. Abrufbar ist eine Systemleistung von 585 kW/795 PS, im Hybridbetrieb soll das Auto nur drei Liter Sprit auf 100 Kilometer verbrauchen. Einen noch niedrigeren Normverbrauch und 266 kW/362 PS stellt BMW für den Sportwagen i8 in Aussicht - ebenfalls ein Plug-in-Hybrid.

    Peugeot 308
    Annäherung an den Klassenprimus: Der neue Peugeot 308 sieht dem VW-Golf ähnlicher denn je.
    Foto: Peugeot - DPA

    Auf der Öko-Schiene fährt BMW auch mit dem i3: Bei dem Kleinwagen mit Carbon-Karosserie handelt es sich um das erste rein elektrisch angetriebene Serienmodell der Bayern. Im November kommt der Viersitzer für mindestens 34 950 Euro in den Handel - auf Wunsch mit Range Extender: Dieser benzinbetriebene Generator ermöglicht ähnlich wie beim Opel Ampera und Chevrolet Volt die Weiterfahrt, wenn den Akkus der Saft ausgeht. Für Volkswagen beginnt das Elektrozeitalter mit dem e-Up. Neben dem batteriebetriebenen Kleinwagen wird es auf der IAA erstmals auch den elektrischen Golf zu sehen geben.

    Skoda Rapid Spaceback
    Alternative zum Stufenheckmodell: der Skoda Rapid Spaceback.
    Foto: Skoda - DPA

    «Für die Zukunft der Elektromobilität sind die Modelle von BMW und VW von großer Bedeutung - aber weniger hier in Deutschland», glaubt Dudenhöffer. «Denn solange die Politik keine Anreize schafft, werden Elektroautos hierzulande nicht in Fahrt kommen.» Wichtig wären etwa Carsharing-Systeme mit Elektroautos in den Großstädten, die helfen, die Skepsis der Autofahrer zu überwinden. «Kostenlose Parkplätze für E-Autos und eine City-Maut für Fahrzeuge mit hohem Schadstoffausstoß sind weitere Maßnahmen, die sich ohne große Kosten umsetzen ließen.»

    Honda Civic Tourer
    Ist knapp 25 Zentimeter länger als die Limousine: der Honda Civic Tourer.
    Foto: Honda - DPA

    Die Erfolgsgeschichte der SUVs wollen mehrere Autobauer mit IAA-Premieren fortschreiben. Für viel Aufsehen dürfte Mercedes mit dem GLA sorgen. Das knapp 4,40 Meter lange Kompakt-SUV mit Stern basiert auf der Plattform der A- und B-Klasse. BMW enthüllt die neue Generation des X5 mit behutsam modernisiertem Außendesign, dafür aber mit verbessertem Platzangebot: Erstmals wird eine dritte Sitzreihe in den Wagen passen. Zugunsten des Spritverbrauchs können Kunden den X5 künftig ohne Allradantrieb ordern. Zu den SUV-Neuheiten zählt auch der modernisierte Dacia Duster. Einen Ausblick auf ein neues Kompakt-SUV gibt Suzuki mit dem Concept Car iV-4.

    Wer sich auf der IAA nach einem praktischen Familienauto umsehen will, kann sich in eine wahre Premierenflut stürzen. Um nur einige Beispiele zu nennen: Citroën präsentiert den Siebensitzer Grand C4 Picasso, VW den Nachfolger des Hochdachmodells Golf Plus, Honda den Kombi Civic Tourer, der die Limousine in der Länge um knapp 25 Zentimeter überragt, und Skoda den Rapid Spaceback mit großer Klappe als Alternative zum Stufenheckmodell. Ein weiterer neuer Kombi ist der Seat Leon ST. Einen Vorgeschmack auf Kombi-Vans von morgen geben aller Voraussicht nach Renault und Ford mit seriennahen Studien für die Nachfolger von Espace und S-Max.

    Fest steht, dass Peugeot in Frankfurt den neuen 308 gegen den VW-Golf in Stellung bringt. Das deutlich geänderte Karosseriedesign des kompakten Franzosen kommt dem Wolfsburger Erfolgsmodell näher denn je. Smart gibt mit einem Showcar einen Ausblick auf seinen nächsten Viertürer, dessen Plattform bald auch der viertürige Renault Twingo nutzen soll. Hyundai vergrößert seinen Kleinwagen i10. Und Audi zeigt das neue A3 Cabrio. Ebenfalls kein Geheimnis mehr: der erste 4er BMW. Das Coupé ist der vom aktuellen 3er abgeleitete Zweitürer und kommt gleich nach der IAA am 5. Oktober in den Handel.

    IAA-Homepage

    Besucher-Informationen

    Öffnungszeiten: Die IAA ist täglich von 9.00 bis 19.00 Uhr geöffnet. Ein Tagesticket berechtigt nur zum einmaligen Messebesuch, das erneute Betreten nach Verlassen des Messegeländes ist damit auch am selben Tag nicht möglich.

    Eintritt: Ein Tagesticket für den Messebesuch am Samstag oder Sonntag kostet 15 Euro und werktags 13 Euro (ermäßigt immer 7,50 Euro). Nur für die Werktage gibt es auch ein Nachmittagsticket für 8 Euro (ermäßigt 4,50 Euro), das ab 15.00 Uhr gilt. Kinder dürfen bis zum vollendeten 6. Lebensjahr kostenlos aufs Messegelände.

    Ticketverkauf: Der Ticketvorverkauf läuft. Eintrittskarten können im Internet auf der IAA-Webseite geordert werden. Die Vorverkaufsgebühr beträgt 2,50 Euro pro Bestellung. An den Tageskassen vor Ort gibt es Karten zum gleichen Preis wie im Vorverkauf, dann natürlich ohne Gebühr. Lange dafür anstehen braucht niemand, verspricht der VDA auf seiner Webseite. Ausschließlich online ist bis einschließlich 21. September ein Zwei-Tages-Ticket (Geschenkticket) für 18 Euro zu haben.

    Anreise mit dem Auto: Um direkt zu den Besucherparkplätzen der Messe Frankfurt zu gelangen, geben Autofahrer folgende Zieladressen in ihr Navigationssystem ein: «Zum Messeparkhaus Rebstock» (neuere Navigationsgeräte) oder «Ursinusstraße» (ältere Navis). Sind alle Stellplätze belegt, weist die Polizei den Weg zu Ausweichparkplätzen. Schneller kommen Messebesucher voraussichtlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Autoshow. Die Eintrittskarten gelten allerdings nicht für den ÖPNV, sondern nur für spezielle Pendelbusse von ausgewiesenen IAA-Parkplätzen.

    Übernachtung: Wer eine Unterkunft benötigt, wendet sich laut dem VDA an das Frankfurter Tourismusbüro: Tourismus & Congress GmbH, Kaiserstraße 56, 60329 Frankfurt am Main, Tel.: 069/21 23 08 08, E-Mail: info@infofrankfurt.de. Wohnmobilisten können die Park&Sleep-Anlage «Zum Rebstockbad» nutzen, Fragen dazu beantwortet die Messe Frankfurt, E-Mail: park-service@fraport.de.

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