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    Die Autobahn wird zur Datenautobahn - Sternfahrt von teilautonomen Lkw

    Wenn Ihnen derzeit Lkw im Dreier-Verbund auffallen, die auf der Autobahn den Sicherheitsabstand deutlich unterschreiten, könnte das ein Hinweis auf die Zukunft des Straßengütertransports sein.

    Verschiedene europäische Lkw-Hersteller unterstützen die niederländische Initiative „European Truck Platooning Cha
    Verschiedene europäische Lkw-Hersteller unterstützen die niederländische Initiative „European Truck Platooning Challenge 2016“, unter anderem MAN

    Bei Daimler sind die teilautonomen Lkw aus Stuttgart gestartet
    Bei Daimler sind die teilautonomen Lkw aus Stuttgart gestartet

    Für das Autofahrer-Auge sieht es besorgniserregend aus: Zwei oder drei Lkw, die im Abstand von 10 oder 15 Metern auf der Autobahn fahren. Doch die speziellen Laster, die derzeit in Richtung Rotterdam unterwegs sind, fahren sogar sicherer als wenn sie den korrekten Sicherheitsabstand einhielten. Und sauberer und effizienter.

    Lkw von Scania sind aus dem schwedischen Södertälje gestartet
    Lkw von Scania sind aus dem schwedischen Södertälje gestartet

     

    Verschiedene europäische Lkw-Hersteller unterstützen die niederländische Initiative „European Truck Platooning Challenge 2016“. Lkw von Scania sind aus dem schwedischen Södertälje gestartet, MAN hat sich mit einem Verbund von München aus auf den Weg gemacht und Daimler-Trucks fahren aus Stuttgart Richtung Rotterdam. Die besonders ausgestatteten Lkw sind jeweils in einem so genannten „Platoon“ unterwegs, also einem Verbund, der untereinander vernetzt ist und so teilautonom fahren kann. Dabei wird die Autobahn sozusagen zur Datenautobahn.

    Beim Platooning fahren zwei oder mehrere Lkw-Trailer-Kombinationen mit Hilfe aktueller Fahrassistenzsysteme und Car-to-Car-Kommunikation in geringem Abstand – etwa 10 bis 15 Meter - hintereinander. Alle im Fahrzeuge im Platoon – dem Sattelzug-Verbund – sind durch eine sogenannte elektronische Deichsel miteinander verbunden. Das erste Fahrzeug gibt Geschwindigkeit und Fahrtrichtung vor. Über Car-to-Car-Kommunikation gelangen die notwendigen Steuerbefehle zu den nachfolgenden Fahrzeugen, die auch Daten zum Zugfahrzeug zurücksenden. Für die Car-to-Car-Kommunikation kommt  eine WLAN-Verbindung zum Einsatz. Künftig benötige man dafür mobiles High-Speed-Internet entlang der Autobahnen, ist man bei Volkswagen Truck & Bus, zu denen Scania und MAN gehören, überzeugt.

    Rennradfahrer kennen das Prinzip: Durch das Fahren im Windschatten verringert sich der Luftwiderstand der nachfolgenden Lkw. Ein Truck-Platoon dreier Lkw spart laut Daimler, MAN und Scania so bis zu zehn Prozent Diesel ein. Darüber hinaus wird die Straße deutlich effizienter genutzt: Durch den geringeren Abstand der Lastwagen verkürzt sich ein Verbund aus drei Lkw auf 80 Meter. Drei nicht elektronisch miteinander gekoppelte Lkw benötigen 150 Meter Fahrbahn.

    Die Verkehrssicherheit wird dadurch nach Angaben der Hersteller nicht beeinträchtigt, sondern erhöht. Während der Mensch am Steuer eine Reaktionszeit von 1,4 Sekunden hat, gibt das System die Bremssignale laut Daimler in weniger als 0,1 Sekunden an die Folgefahrzeuge weiter. VW Truck & Bus hält die Einführung des Platooning-Konzepts in Europa bis 2020 für technisch denkbar. Die Realisierung hänge allerdings von der notwendigen Anpassung rechtlicher Rahmenbedingungen ab und setze ein hohes Maß an Zusammenarbeit aller beteiligten Partner voraus - auch die Abstimmung unterschiedlicher Verkehrsregeln und Gesetzgebungen in den EU-Ländern.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 

     

    Hanne Lübbehüsen/SP-X

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