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  • Bester Dezember seit Beginn der Zulassungsstatistik - Motorradmarkt

    2016 schließt mit Rekordregistrierungen bei Motorrädern und Rollern. Das hat Folgen. Für Schnäppchenjäger sogar besonders gute.

    Wie eh und je die Nummer Eins in Deutschland: BMW R 1200 GS Adventure
    Wie eh und je die Nummer Eins in Deutschland: BMW R 1200 GS Adventure

    Das Zweiradjahr 2016 ging mit Rekordzahlen ging zu Ende, meldet der Industrieverbandes Motorrad (IVM). Demnach ist der Zweiradmarkt über alle Segmente hinweg – Krafträder und Leichtkrafträder sowie Kraftroller und Leichtkraftroller – innerhalb des letzten Jahres von rund 150.000 Einheiten um knapp 15 Prozent auf fast 173.000 Neuzulassungen gestiegen. Den größten Anteil am Zweiradmarkt haben traditionell Motorräder, auf die rund 117.600 Zulassungen entfallen. Es folgen Leichtkrafträder bis 125 ccm Hubraum (24.000 Stück), Leichtkraftroller (18.700 Einheiten) sowie Kraftroller (12.500 Stück). Weil seit 1. Januar neue Homologationsvorschriften gelten, sind zahlreiche der in den letzten Wochen des alten Jahres neu registrierten Zweiräder nur tageszugelassen worden. Zweirad-Interessenten bietet sich zum Jahresbeginn deshalb ein riesiges Schnäppchen-Angebot. Denn die nach der alten Euro-3-Norm typgeprüften Fahrzeuge genießen Bestandsschutz und dürfen deshalb weiterhin gefahren werden.

    Weil Händler und Importeure der meisten Motorrad- und Rollermarken noch viele unverkaufte 2016er Modelle auf Lager hatten, registrierte das Kraftfahrtbundesamt im Dezember einen wahren Zulassungs-Boom. Je nach Segment schnellten die Zahlen im Jahresvergleich um 127 Prozent (Leichtkraftroller) bis 462 Prozent (Leichtkrafträder) nach oben; bei Motorrädern betrug die Steigerung im Dezember immerhin 262 Prozent, was den letzten Jahresmonat erstmals seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen zum sechstbesten Monat des gesamten Jahres werden ließ. Die Händler haben davon freilich nichts, denn bereits an Kunden verkauft ist nur ein Bruchteil der zuletzt zugelassenen Fahrzeuge.

    Aus diesem Grund ist auch die Aussagekraft der verschiedenen Sub-Statistiken des IVM zum Jahresende beschränkt. Sicher ist nur, dass BMW wie schon in den Vorjahren eindeutiger Marktführer ist; der Marktanteil der Bayern beträgt rund 20 Prozent, die Stückzahl liegt mit 23.400 geringfügig unter dem Vorjahresergebnis. BMW ist neben Kawasaki der einzige namhafte Hersteller, der sich am Dezember-Zulassungsboom nicht beteiligte bzw. beteiligen musste; beide Firmen hatten offenbar so vorsichtig disponiert, dass ihre Händler nicht schon zu Jahresbeginn 2017 mit Schnäppchenpreisen arbeiten müssen. Ebenfalls sicher ist, dass Yamaha als zweitgrößte Marke weiter auf der Überholspur fährt, auf die die Marke nach einigen Jahren des Rückgangs 2014 wieder gewechselt ist. Zwar weist die IVM-Jahresschlussstatistik Harley-Davidson auf Rang drei auf, doch erreichten die Amerikaner die für sie notierten 13.100 Zulassungen nur, weil sie alleine im November und Dezember mit rund 2.350 Einheiten auf fast 20 Prozent ihrer Jahresstückzahlen kamen. Nicht anders ist es bei KTM, wo man ebenfalls zu Jahresschluss tätig wurde, um die noch unverkauften Motorräder verkaufsfähig zu halten. Mit Bestimmtheit zu den fünf größten Marken des deutschen Marktes gehört auch Honda: Der weltgrößte Zweiradhersteller legte nicht zuletzt wegen der neuen Africa Twin gewaltig zu, auf die als bestverkaufte Honda alleine fast 2.300 Einheiten entfielen.

    Überhaupt ist die Modell-Hitliste von höherer Aussagekraft als die Markenstatistik, weil die schlussendlich bestplatzierten Modelle schon das ganze Jahr über die Spitzenplätze belegen. Am stärksten gefragt war im vergangenen Jahr erneut die BMW R 1200 GS mit annähernd 7.000 Einheiten vor der Yamaha MT-07 (3.400), der auslaufenden Kawasaki ER-6n und der BMW R nineT. Es folgen die Honda Africa Twin, die Kawasaki Z 800, die BMW-Modelle S 1000XR, R 1200 RS und R 1200 R sowie die KTM 690 SMC. Sie dürfte dieses Frühjahr als 2016rt Modell günstig zu haben sein.

    Unverändert zeigt sich die Hitliste bei den Kraftrollern: Lieblings-Roller der Deutschen ist auch 2016 wieder die Vespa GTS-300 Super, gefolgt vom dreirädrigen Piaggio MP3-500LT und dem Honda SH 300. Der italienische Piaggio-Konzern beherrscht traditionell auch das Segment der Leichtkraftroller: Auch hier führen zwei Vespa-Modelle, die Primavera 125 vor der Vespa GTS Super 125.

    Besonders wild zu ging es zum Jahresschluss bei den Leichtkrafträdern mit einer Zulassungssteigerung im Vergleich zum Vorjahres-Dezember um sagenhafte 462 Prozent. Von der Zulassungsaktion besonders profitiert hat die Yamaha WR 125, die in den letzten Wochen des Jahres die bis dahin klar führende Spitzenreiterin, die KTM Duke 125, quasi aus dem Stand noch weit übertrumpft hat. Ende November hatte Marktführer Yamaha übers Jahr noch einen Stückzahlrückgang von 7 Prozent zu verzeichnen, vier Wochen später steht wunderbarerweise ein Plus von 19 Prozent zu Buche. Auch Honda, nach KTM drittbeste Marke, drehte dank des Dezember das Jahresergebnis von minus 3,3 Prozent auf plus 4,3 Prozent.

    Die extremen Dezember-Zulassungszahlen 2016 machen schon heute fast risikolos eine Prognose für 2017 möglich: Erstmals seit dem Jahr 2011 wird es heuer wohl wieder einen Zulassungsrückgang geben. Und zweitens wird der Dezember 2017 wegen der hohen Vorgabe einen Zulassungs-Absturz ohnegleichen aufweisen. Einen Grund zum Jammern für die Zweiradbranche bedeutet das allerdings nicht.

    Ulf Böhringer/SP-X

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