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    BerlinReisen ohne Zwischenfälle: Der Peugeot 607

    Trotz ihrer Zuverlässigkeit werden manche Modelle eingestellt. Unter anderem Kostendruck veranlasste Peugeot, das Oberklassemodell 607 im vergangenen Jahr abzuschaffen. Dabei hatte die Reiselimousine ihre Vorteile.

    Zuverlässige Reiselimousine
    Ausrangiertes Flaggschiff: Der Peugeot 607 ist bis auf Restexemplare nur noch als Gebrauchter zu bekommen. Insgesamt gilt der Wagen dem ADAC zufolge als zuverlässig. (Bild: Peugeot/dpa/tmn)

    Die Plattform des Peugeot 607 wurde für kein anderes Modell genutzt. Dabei hat die Reiselimousine in ihrer Laufbahn mit technischen Neuerungen und einer Weltrekordfahrt durchaus von sich reden gemacht. Dem ADAC fiel sie dagegen kaum auf. Das liegt einerseits daran, weil man dem Wagen nur selten auf deutschen Straßen begegnet. Andererseits macht aber auch die Technik wenig Probleme.

    Mit entladenen Batterien taucht der Diesel gelegentlich in der Pannenstatistik des Clubs auf. Über die Benziner wird keine Einschätzung abgegeben, da es hierzulande kaum zugelassene Fahrzeuge gibt. Gute Noten vergab der ADAC für den Dieselpartikel-Filter, von den Franzosen FAP - Filtre à Particules - genannt. Der 607 war nach Herstellerangaben das erste Auto, in dem serienmäßig ein solches System Schadstoffteilchen aus den Abgasen fischte.

    Im Handel debütierte der Oberklassewagen im Jahr 2000. Ein medienwirksames Ereignis für das Peugeot-Flaggschiff war die Langstreckenfahrt das Rennfahrers Philippe Couesnon: 500 000 Kilometer rollte er in einem 607 durch die Lande und saß in 355 Tagen 4888 Stunden hinter dem Steuer. Dafür gab es einen Eintrag ins «Guinness-Buch der Rekorde». Bei einer Modellpflege Ende 2004 wurde der 607 äußerlich leicht retuschiert. Eine wichtigere Neuerung war die Premiere des V6-HDi-Motors 2005.

    Im Laufe der Jahre brachten den 607 insgesamt acht verschiedene Antriebe in Fahrt. Je nach Baujahr leisten vier Diesel zwischen 98 kW/133 PS und 150 kW/204 PS. Auch bei den Benzinern gibt es vier Leistungsstufen - von 116 kW/158 PS bis 152 kW/207 PS.

    Auf dem Gebrauchtwagenmarkt finden sich vor allem Dieselfahrzeuge. Der kleinste Selbstzünder aus dem Einführungsjahr 2000, der 607 HDi 135 mit 98 kW/133 PS, kostet laut Schwacke-Liste derzeit rund 4650 Euro. Für den größten Diesel aus dem Baujahr 2009, den 607 V6 HDI 205 Platinum mit 150 kW/204 PS, müssen noch rund 21 650 Euro bezahlt werden. Mit 10 650 Euro steht der 607 HDI 135 Platinum mit 100 kW/136 PS in der Liste.

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