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  • KölnMitarbeiterfotos nicht einfach auf Firmenwebsite

    Ein Arbeitgeber darf nicht ohne weiteres Fotos von Mitarbeitern auf der Firmenwebsite veröffentlichen. «Das bedarf grundsätzlich der Zustimmung der Arbeitnehmer», sagte die Rechtsanwältin Nathalie Oberthür.

    «Auch in diesem Fall gilt Paragraf 22 des Kunsturhebergesetzes. Danach dürfen Fotos nur mit Einwilligung der Abgebildeten veröffentlicht werden», erläuterte die Arbeitsrechtsexpertin aus Köln.

    Allerdings könne der Chef von stillem Einverständnis ausgehen, wenn der Mitarbeiter gewusst hat, dass die Fotos zu diesem Zweck gemacht wurden und keine Einwände erhoben hat. «Wenn allerdings nur ein Fotograf durch den Betrieb marschiert und Fotos macht, muss die Belegschaft nicht davon ausgehen, dass die hinterher veröffentlicht werden.» In diesem Fall muss der Arbeitgeber hinterher fragen, ob das in Ordnung geht.

    «Das ist das gleiche, wenn bei einer Betriebsfeier Fotos gemacht werden», sagte Oberthür. «Die darf der Arbeitgeber auch nicht einfach veröffentlichen, auch nicht in der Betriebszeitung.» Das Foto eines Mitarbeiters auf der Firmenwebsite muss der Chef aber nicht sofort entfernen, wenn der Betreffende das Unternehmen verlassen hat. So urteilte das Landgericht Köln in einem Fall, in dem die Klägerin aus diesem Grund Schadenersatz von ihrem früheren Arbeitgeber verlangt hatte - zu Unrecht, wie die Richter einschätzten (Az.: 7 TA 126/09).

    Kein Problem in rechtlicher Hinsicht ist es dagegen, wenn rein arbeitsbezogene Daten von Mitarbeitern auf der Website stehen, zum Beispiel ihre Namen. Auch E-Mail-Adressen und Durchwahlen dürfen zu sehen sein, sagte die Rechtsanwältin. «Das betrifft ja nicht die Privatsphäre.» Die Entscheidung darüber darf der Arbeitgeber allein treffen - ohne Abstimmung beispielsweise mit dem Betriebsrat. Anders sieht es aus, wenn es keine arbeitsbezogenen Daten sind. «Das gilt zum Beispiel für das Alter.» Dann braucht der Chef die Zustimmung des Mitarbeiters.

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