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  • Kurzarbeit betrifft vor allem westdeutsche Beschäftigte

    Nürnberg (dpa/tmn). Kurzarbeit betrifft vor allem Beschäftigte in Westdeutschland. Das hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg ermittelt.

    Demnach ist die Zahl der Kurzarbeiter im Westen zwischen September 2008 und Juni 2009 von knapp 32 000 auf gut 1,23 Millionen gestiegen. Im Osten wurde nur ein Zuwachs von 7000 auf rund 174 000 verzeichnet. In Westdeutschland haben somit 5,5 Prozent der Beschäftigten Kurzarbeit geleistet, während die Quote in den neuen Ländern lediglich bei 3,3 Prozent lag.

    Der Grund dafür sei, dass vor allem exportorientierte Betriebe das Instrument der Kurzarbeit nutzten, um auf die Auftragsflaute zu reagieren. Sie liegen vorwiegend in den alten Bundesländern. Dort stieg die Zahl der Betriebe mit Kurzarbeitern im angegebenen Zeitraum von 2700 auf 50 400. Im Osten wuchs sie von 800 auf rund 12 300.

    Auch den Wegfall von Stellen infolge der Wirtschaftskrise bekommen vor allem Beschäftigte in Westdeutschland zu spüren: Dort ist die Arbeitslosigkeit im Juni 2009 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 11,8 Prozent gewachsen. In Ostdeutschland wurde nur ein Anstieg um 0,5 Prozent gemessen. In Teilen von Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt sei die Arbeitslosenzahl sogar zurückgegangen. Dagegen habe sie sich in einigen Kreisen in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen innerhalb eines Jahres um mehr als 25 Prozent erhöht. Bundesweit lag die Zahl der Arbeitslosen im vergangenen Juni bei rund 3,4 Millionen und ist damit um 7,9 Prozent gestiegen.

    Der Konjunktureinbruch habe somit dazu geführt, dass sich die Unterschiede zwischen Ost und West auf dem Arbeitsmarkt etwas verringert haben. Dennoch gebe es insgesamt weiterhin ein starkes Ost-West-Gefälle: So sei die Arbeitslosigkeit mit einer Quote von 13,5 Prozent im Osten derzeit fast doppelt so hoch wie im Westen.

    IAB-Bericht: dpaq.de/iab-kurzbericht

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