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  • Ausstieg aus Hartz IV: Bewerbungstrainings hilft kaum

    Nürnberg (dpa/tmn). Beim Ausstieg aus Hartz IV bringen Bewerbungstrainings in der Regel wenig. Dagegen können Arbeitslose durchaus von betrieblichen Trainingsmaßnahmen wie einem Praktikum profitieren.

    «Ein Grund dafür dürfte sein, dass das mehr Praxisbezug hat», erläutert Eva Kopf vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg, das am Dienstag eine Bilanz zu fünf Jahren Hartz IV vorgelegt hat. Auch sei der direkte «Arbeitgeberbezug» bei einem Praktikum von Vorteil. Denn so erhalten Arbeitslose eine Gelegenheit, einen potenziellen Arbeitgeber von sich zu überzeugen.

    Betriebliche Trainings wie ein Praktikum erhöhen nach einer IAB-Untersuchung die Jobchancen von Hartz-IV-Empfängern deutlich. Die Beschäftigungsquote von Teilnehmern ist nach 28 Monaten um bis zu 21 Prozentpunkte höher als bei ähnlichen Arbeitslosen ohne ein solches Training. Dagegen haben Bewerbungstrainings im Schnitt keinen positiven Effekt: Auf diesem Weg geschulte Empfänger von Arbeitslosengeld II haben durchschnittlich kaum mehr Erfolg bei der Jobsuche als andere.

    Das könne darauf hindeuten, dass dort «falsche Zielgruppen reingesteckt werden», sagte Kopf dem dpa-Themendienst. Wer vor der Arbeitslosigkeit schon länger berufstätig war, habe womöglich wenig davon, das Schreiben von einem Lebenslauf zu üben. Das sei eventuell eher geeignet für Arbeitslose mit wenig Berufserfahrung oder solche, die Probleme mit der deutschen Sprache haben. Neben einem Praktikum könnten aber auch berufsbezogene Schulungen beim Ausstieg aus Hartz IV helfen: «Dazu gehört zum Beispiel, einen Gabelstaplerschein zu machen», erläutert Kopf.

    Der Ausstieg aus Hartz IV gelingt dem IAB zufolge immer noch relativ selten. Rund drei Viertel der Betroffenen beziehen das Arbeitslosengeld II durchgängig mindestens für zwölf Monate. Von denen, die den Ausstieg schaffen, finden rund 50 Prozent einen neuen Job, häufig aber unter ihrem Qualifikationsniveau (29 Prozent). 1,3 Millionen arbeiten zu so niedrigen Löhnen, dass sie als «Aufstocker» weiterhin Arbeitslosengeld II erhalten.

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