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    Rheinland-PfalzWachwechsel: Schnieder wird die rechte Hand Klöckners

    Mit baumlangen Generalsekretären hat die rheinland-pfälzische SPD schon eine Weile Erfahrung. Alexander Schweitzer misst 2,06 Meter. Nun hat auch die CDU einen politischen Riesen auf den Schild gehoben: Patrick Schnieder soll Josef Rosenbauer ablösen. Der Bundespolitiker aus der Eifel ist stolze 2,02 Meter groß.

    „Dieser Mann hat die richtige Größe“ - sagt Julia Klöckner über ihren designierten neuen Generalsekretär Patrick Schnieder.
    „Dieser Mann hat die richtige Größe“ - sagt Julia Klöckner über ihren designierten neuen Generalsekretär Patrick Schnieder.

    Rheinland-Pfalz. Mit baumlangen Generalsekretären hat die rheinland-pfälzische SPD schon eine Weile Erfahrung. Alexander Schweitzer misst 2,06 Meter. Nun hat auch die CDU einen politischen Riesen auf den Schild gehoben: Patrick Schnieder soll Josef Rosenbauer ablösen. Der Bundespolitiker aus der Eifel ist stolze 2,02 Meter groß.

     

    Schnieder, Bundestagsabgeordneter im Wahlkreis Bitburg, will beim CDU-Landesparteitag am 4. November seinen Hut in den Ring werfen. An seiner Wahl zweifelt niemand unter den Christdemokraten, zumal ihn der Landesvorstand einstimmig nominiert hat. Es gilt als das ureigene Recht der Parteivorsitzenden, sich ihren engsten Mitstreiter selbst auszuwählen. Im Vorfeld waren noch andere Kandidaten gehandelt worden: allen voran Christine Schneider (Landau), die durch die Schlosshotel-Affäre Bekanntheit erlangte. Aber auch den Landtagsabgeordneten Marcus Klein (Kaiserslautern-Land) und Martin Brandl (Germersheim) wurden Chancen eingeräumt.

     

    Offenbar hat sich Julia Klöckner ganz bewusst für einen Politiker entschieden, der im Land und in der Bundespolitik verwurzelt ist. Der 43-jährige Jurist Schnieder amtierte von 1999 bis 2009 als Bürgermeister der rund 265 Quadratkilometer großen Verbandsgemeinde Arzfeld am Dreiländereck Deutschland-Luxemburg-Belgien. Seit 2009 sitzt er im Bundestag. Seine Fachgebiete: Haushalt, Verkehr und Kommunales. Schnieder galt ursprünglich als Mann des Eifelpatriarchen Michael Billen, hat sich aber von diesem emanzipiert.

     

    Fit hält sich der Bitburger als Marathonläufer. Ein solides Ausdauertraining könnte sich für den neuen Generalsekretär im Kampf mit dem politischen Gegner noch durchaus als nützlich erweisen. „Dieser Mann hat die richtige Größe“, meint Julia Klöckner doppeldeutig. Im internen Dialog nennt sie Schnieder scherzhaft „Eifel-Turm“.

     

    Die CDU-Chefin sieht den künftigen Generalsekretär als ideale Ergänzung zu sich selbst, schätzt sein inhaltliches Profil und seine Vertrauenswürdigkeit. Der Mann aus Bitburg will grundsätzliche Debatten anstoßen, verspricht Offenheit und Transparenz in der Parteiarbeit. Das argumentative Tauziehen um den Mindestlohn „empfinde ich als bereichernd“, sagt Schnieder, der nicht nur die politische Klaviatur, sondern auch die Tastatur einer Orgel beherrscht. „Die CDU-Mitglieder sollen das Gefühl haben, dass sie mitwirken dürfen“, erklärt Klöckners rechte Hand. Der rot-grünen Landesregierung wirft er bei seinem ersten Auftritt vor, „sich aller Handlungs- und Gestaltungsoptionen beraubt zu haben“. Schnieder fordert eine solidere Finanzpolitik.

     

    Den scheidenden Generalsekretär Rosenbauer, innerparteilich nicht unumstritten, würdigt Klöckner als klugen Kopf und Querdenker. „Das war nicht immer für alle bequem“, sagt sie. Die CDU-Chefin lobt besonders Rosenbauers Einsatz für die Sanierung der Parteifinanzen. Dieser will am 31. Dezember auch sein Landtagsmandat abgeben, um sich ganz seiner Aufgabe als Geschäftsführer der Diakonie Südwestfalen zu widmen.

     

    Aus der SPD heißt es, Klöckner lasse die Fraktion wie beim Wahl-Kompetenzteam leer ausgehen. Eine Sprecherin: „Entweder traut sie ihren Leuten im Landtag nicht, oder sie traut ihnen das Amt nicht zu.“

    Von unserem Redakteur Dietmar Brück

     

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