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  • Zwei Fälle an zwei Orten: Unbekannte schießen auf Katzen

    Rheinland-Pfalz. Unbekannte haben in den vergangenen Wochen mehrfach auf Katzen geschossen - und das an zwei verschiedenen Orten: In Langenlonsheim (Kreis Bad Kreuznach) und in Mayen.

    Foto: fotolia

    In Langenlonsheim sollen die Attacken schon seit Anfang Juni dieses Jahres andauern. In der Cramerstraße und der Naheweinstraße sollen Unbekannte mehrfach auf Katzen geschossen haben.

    Eine geschädigte Katzenhalterin hat die Taten am Mittwoch bei der Kriminalpolizei Bad Kreuznach angezeigt. Vor einer Woche habe sie bei ihrer Katze zum bisher letzten Mal eine eiternde Wunde an der Wirbelsäule festgestellt. Der Tierarzt, der die Katze behandelte, ist sich sicher, dass es sich um eine Schussverletzung handelt.

    Im Mayener Stadtteil Alzheim hat ein Unbekannter mit einem Luftgewehr auf den Kater der Familie Nimsdorf geschossen, als die im Urlaub war. "Das Projektil ist am Schulterblatt hängen geblieben", erzählt Margret Nimsdorf. "Deswegen wurde er nicht allzu schwer verletzt." Trotzdem will die Alzheimerin den Angriff nicht einfach so hinnehmen. "Ich werde Anzeige erstatten", sagt sie.

    Kater Moritz, der der Familie vor rund zehn Jahren zugelaufen ist, wird von der Tochter versorgt. "Sie hat am Freitag am Nacken der Katze etwas ertastet", berichtet Margret Nimsdorf. "Zuerst dachte sie, dass sich Moritz eine Zecke eingefangen hat. Bei näherem Hinsehen stellte sie aber fest, dass aus seinem Fell ein Metallstück herausragte wie ein Piercing."

    Die Tochter bringt Moritz zum Tierarzt. Dort stellt sich schnell heraus, dass es sich bei dem metallenen Gegenstand in der Schulter des Katers um ein Luftgewehrprojektil handelt. Rund um die Wunde wird Moritz’ Fell rasiert, damit der Fremdkörper entfernt werden kann. "Jetzt bekommt er noch Medikamente, damit sich die Wunde nicht entzündet", erzählt Nimsdorf.

    In beiden Fällen bittet die Polizei um Hinweise. Die Mayener Beamten sind unter Telefon 02651/8010 zu erreichen. Die Kripo Bad Kreuznach nimmt Hinweise unter Telefon 0671/8811-100 entgegen. Die geschädigte Katzenhalterin aus Langenlonsheim hat zudem eine Belohnung von 150 Euro für Hinweise auf den Schützen ausgelobt.

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