40.000
  • Startseite
  • » Panorama
  • » Nikolaustag: Pastoralreferent veranstaltet "Trainingscamp"
  • Aus unserem Archiv

    Ediger-EllerNikolaustag: Pastoralreferent veranstaltet "Trainingscamp"

    Endlich ist es so weit. Der von zahlreichen Kindern langersehnte Nikolaustag steht vor der Tür. Pastoralreferent Frank Hoffmann bereitet Nikoläuse in einem "Trainingscamp" auf ihren Einsatz vor.

    Mit Mitra und Bischofsstab ist der Nikolaus (hier in Begleitung von Knecht Ruprecht) auch jedes Jahr in Blankenrath unterwegs und verteilt Geschenke an die Kinder.  Foto: Ulrike Platten-Wirtz
    Mit Mitra und Bischofsstab ist der Nikolaus (hier in Begleitung von Knecht Ruprecht) auch jedes Jahr in Blankenrath unterwegs und verteilt Geschenke an die Kinder.
    Foto: Ulrike Platten-Wirtz

    Von unserer Mitarbeiterin Ulrike Platten-Wirtz

    Während seiner Studienzeit war Hoffmann selbst häufig als "echter" Vertreter des heiligen Nikolaus in Trier unterwegs war, ist es ihm ein besonderes Anliegen geworden, diese Werte weiterzuvermitteln. In einem Abendseminar hat er daher angehende Nikolausdarsteller auf das würdige Amt vorbereitet und dabei viel Wissen, aber auch jede Menge Spaß vermittelt und mit eigenen Erfahrungen und persönlichen Anekdoten den Abend bereichert. 

    Einmal, so erzählt Hoffmann, ist es ihm passiert, dass ein Kind ihm eine der zahlreichen Legenden, die sich um den Bischof Nikolaus ranken, erzählt hat. Während des Vortags geriet das Kind aber ins Stocken und wusste nicht mehr weiter. Die Eltern hatten dann ihn als Nikolaus darum gebeten, dem Kind weiterzuhelfen. Leider kannte Hoffmann die Legende gar nicht und geriet in eine peinliche Situation, aus der er sich aber mit einer weiteren, ihm gut bekannten Legende befreien konnte.

    Eines der wichtigsten Anliegen ist es Hoffmann, dass die Nikolausdarsteller sich nicht als Erziehungshelfer missbrauchen lassen. Der Nikolaus soll nicht als finstere Gestalt, die Strafen verteilt, gesehen werden, sondern als Person, die Kinder viel mehr ermutigen und stärken soll. Aus alter Tradition wird auch hierzulande der Nikolaus häufig von Knecht Ruprecht, Hans Muff oder dem Belzebock begleitet, der, im Gegensatz zu seinem gütigen Herrn, das Böse verkörpern soll. Bei dem "schwarzen Mann" müsse man allerdings aufpassen, dass er den Kindern keine Angst macht. Die Botschaft vom Nikolaus ist doch vielmehr, Gutes zu tun, zu teilen und zu helfen, sagt Hoffmann.

    Dass der Nikolaus nicht nur ein Heiliger für Kinder, sondern auch für Erwachsene ist, diese Erfahrung haben die Darsteller, die bereits seit Jahren als Nikoläuse unterwegs sind, schon häufig gemacht. "Alten Leuten kann man mit dem Besuch des Nikolauses mindestens genau so eine Freude machen wie den Kindern", erklärt einer der Seminarteilnehmer. Förderlich ist es übrigens auch, so Hoffmann, wenn man ein paar Nikolauslieder im Repertoire hat.

    Dabei kam auch die Idee der Nikolausdarsteller aus Briedern gut an, die, da sie nicht so gut singen könnten, eine kleine Musikbox im Rucksack mitführen wollten, um den Gesang zumindest instrumental zu begleiten. Besonders wichtig für den echten Nikolaus ist auch, so Hoffmann, die richtige Kleidung, die das Original von der kommerziellen Kopie unterscheide. Denn einen echten Nikolaus erkennt man am Gewand, der Mitra und dem Bischofsstab, erklärt der Pastoralreferent.

    Panorama
    Meistgelesene Artikel