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    Rheinland-PfalzMapocalypse: Wie Apples Kartendienst die Region zum Katastrophengebiet macht

    Autobahnen, die vor gigantischen Wasserfällen plötzlich ins Tal stürzen, Gebäude, die in der Schräge hängen und eindrucksvolle Bauwerke, die kaum noch aus dem Boden ragen: Der neue Kartendienst von Apple für iPhone und iPad zeigt die Region zum Teil als Katastrophengebiet. Eine Reihe von Screenshots unserer Leser dokumentiert das.

    Hangrutsch an der Loreley?

    Jahrelang wurde daran gearbeitet - und dann hat kein Mensch darüber geschaut: So präsentieren sich zum Teil die Ansichten, die Apple seit neuen Software-Version iOS6 auf seinen Geräten zeigt. Googles Kartendienst ist runtergeflogen, Apple Maps ist jetzt Standard - und zum Teil die reine Mapocalypse. Salvador Dali, in dessen Bildern vieles zerfließt, hätte seine helle Freude gehabt. Wer an den Autobahnbrücken der Region wohnt, erkennt sie nicht wieder. Und Koblenzer wundern sich, wo die Mosel verläuft. Wo Kurt Becks Heimatort sein soll, gibt es nur Bäume.

    Der Dienst kündigte sich an als schönster und besser Kartendienst jemals, lädt auch in der Tat ein zu spektakulären virtuellen Reisen - aber auch zu Hohn und Spott über gravierende Fehler in der 3D-Ansicht. Und dazu liefert er bei der Suche noch oft unbrauchbare Treffer - das weniger spektakuläre, aber folgenreichere Problem.

    Beim vielgelobten Apple-Konzern mit seinen teuren Produkten ist die Fallhöhe entsprechend und die Schadenfreude auch von Nutzern des Konkurrenzbetriebssystems Android entsprechend. In Windeseile sammelten Nutzer die kuriosesten Fehler. Apple erklärte auch der US-Seite AllthingsD zufolge umgehend, neues Personal einzustellen. Es werde mit Hochdruck daran gearbeitet, die Fehler abzustellen - und die Hinweise der Nutzer sollen helfen. Das Datenmaterial hat Apple vor allem von TomTom, aber auch deren Daten mikt Daten anderer Dienste vermischt.

    Bis dahin werden Nutzer in der Region noch viel Freude an tanzenden Straßen, Wasserfällen aus dem Nichts oder zusammengeschrumpften Gebäuden haben.

    Von unserem Redakteur Lars Wienand

    Autor:
    Lars Wienand
    (Mail, )

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