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    KabulAfghanische Olympioniken als Helden in Kabul begrüßt

    Die afghanische Olympia-Mannschaft ist mit einer Bronzemedaille aus London im Gepäck begeistert in der Heimat empfangen worden.

    Begeisterung
    Die afghanischen Olympia-Teilnehmer werden begeistert in Kabul gefeiert.
    Foto: S. Sabawoon - DPA

    «Das ist ein Siegestag für uns alle», sagte der Vorsitzende des Afghanischen Olympischen Komitees, General Sahir Aghbar, vor Hunderten Fans in Kabul. «Unsere Helden sind zu Hause und bringen uns Stolz und eine Medaille.» Afghanistan hatte sechs Athleten entsandt, darunter mit der Läuferin Tahmina Kohistani eine Frau. Einziger Medaillengewinner war - wie schon 2008 in Peking - Rohullah Nikpah. Er hatte in London wie schon vor vier Jahren Bronze im Taekwondo gewonnen.

    Nach mehr als drei Jahrzehnten Krieg ist die Ausgangslage für afghanische Sportler schlecht. Auch mehr als zehn Jahre nach dem Sturz des Taliban-Regimes gehört Afghanistan zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Regierung von Präsident Hamid Karsai gerät immer wieder in die Kritik, dass sie Sport nicht ausreichend fördert. «Aber wir haben die Flagge Afghanistans in London gehisst», sagte Aghbar, der die Delegation angeführt hatte. «Bronze ist für uns wie Gold.» Nikpah, der die ganze Zeit von Fans umringt war, äußerte sich nicht.

    Begleitet von Fans in Autos und auf Pferden war das Team vom internationalen Flughafen Kabul zum Ghazi-Stadion in der Hauptstadt gefahren. Das Stadion hatte unter den Taliban traurige Berühmtheit erlangt, weil die selbst ernannten Gotteskrieger dort Menschen öffentlich hatten hinrichten lassen.

    Olympia 2016 in Rio - Topnews
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