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  • Wie ein kleiner Vulkan in Cochem: Tunnelbohrer beschert der Oberstadt eine Zement-Fontäne

    Cochem. Ein überraschender Zwischenfall bei den Bohrarbeiten für die zweite Röhre des Kaiser-Wilhelm-Tunnels hat am späten Sonntagabend die Cochemer Feuerwehr auf den Plan gerufen: An der Oberbachstraße, gegenüber einer Pizzeria, spritzte eine Fontäne aus Zement, Ton und Sand an die Oberfläche. Das Gemisch presst die Tunnelbohrmaschine vorweg in Hohlräume, um diese zu verfüllen. Feuerwehr und Bauhof benötigten Stunden, um die Stelle wieder zu reinigen. Nach Informationen der Stadt kommt es wegen des Zwischenfalls jedoch nicht zu Verzögerungen bei den Bohrarbeiten.

    "Es sah aus wie ein kleiner Vulkanausbruch", erzählt der Cochemer Stadtbürgermeister Herbert Hilken, was er am Sonntagabend gegen 21.55 Uhr an der Cochemer Oberbachstraße beobachtet hat. Er wollte eigentlich nur mal durch die Oberstadt schlendern und schauen, ob bei den Borarbeiten für die zweite Röhre des Kaiser-Wilhelm-Tunnels alles glattläuft. Schließlich unterfährt der gigantische Bohrer derzeit eine besonders heikle Stelle: Das Gestein unter den Häusern ist weich, und zwischen den Fundamenten dieser Häuser und dem Schacht für die neue Röhre liegen nur wenige Meter Erdreich. Deshalb fährt der Bohrer derzeit im geschlossenen Modus, das heißt, er presst das Zement/Sand/Ton-Gemisch in Hohlräume, bevor er seine eigentliche Arbeit verrichtet. Dass dieser graue Brei sich an der alten Stadtmauer hinauf bis an die Oberfläche drücken würde, damit hatten die Projektverantwortlichen der Bahn und die Ingenieure des Unternehmens Alpine jedoch nicht gerechnet.

    Die Fontäne an der Oberbachstraße überraschte auch den Stadtbürgermeister, und sie beschmutzte ihn von unten bis oben. Doch nicht nur der Stadtchef musste sich nach dem Breiausbruch waschen. Bauhofmitarbeiter und Feuerwehrleute reinigten noch bis etwa 1 Uhr die Oberbachstraße, spritzten sie mit Wasser ab. Sie mussten sofort handeln, da das ausgetretene Material ansonsten zu fest geworden wäre. Der weggespritzte Schmutz gelangte über die Kanalisation in den Märtscheltbach, ist jedoch Bürgermeister Hilken zufolge ungefährlich. Die Bahn bestätigte dies: Es seien ca. 800 Liter Betonit an die Oberfläche gelangt, eine Mischung aus Tonmineralien und Zement, die für Anwohner und Umwelt ungefährlich sei.

    Von unserem Redakteur David Ditzer

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