Radiobericht lässt Netzwerke über Schröder und Käßmann spekulieren
Berlin/Hannover - In den Sozialen Netzwerken wird nach der Meldung eines Hamburger Radiosenders wild über eine mögliche Beziehung von Alt-Kanzler Gerhard Schröder und Margot Käßmann spekuliert. Und das, obwohl sie bereits dementiert hat. CDU-Politiker tragen die Meldung aber genüsslich weiter.
Das Hamburger „alster radio 106!acht“ hatte am Dienstag gemeldet (Update: Nach Unterlassungserklärung gelöscht), der Altkanzler sei nach Informationen des Senders zuhause ausgezogen. Obwohl das Büro von Käßmann das auf Anfrage des Senders dementiert hatte, berichtete das alster radio 106!8 weiter über „Gerüchte“, die Ex-Landesbischöfin von Niedersachsen und ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland sei mit Schröder liiert. Auf eine Anfrage unserer Zeitung an das Büro Schröder vom Nachmittag steht eine Antwort noch aus.
Was der Hamburger Sender als Gerücht vermeldete, machte Ulrich Gelsen, Online-Redakteur der CDU, in einem Tweet auf seinem persönlichen Account kurzerhand zum Fakt – und setzte noch einen drauf: „Ich wünsche Gerhard Schröder viel Glück für Ehe Nr.5 mit Margot Käßmann“, schrieb er mit einem Link zu dem Artikel.
Ich wünsche Gerhard Schröder viel Glück für Ehe Nummer fünf mit Margot Käßmann bit.ly/ucoxtz
— Ulrich Gelsen (@gelsen) Dezember 20, 2011
Ein anderer Nutzer fragte prompt „Käßmann-Schröder oder Schröder-Käßmann?“ Wenig später leitete auch der CDU-Bundestagtagsabgeordnete Peter Tauber die Klatsch-Meldung weiter.
RT @kritikkultur: Jetzt: Klatsch und Tratsch - Gerhard Schröder hat Doris für Margot Käßmann verlassen 106acht.de/das-schwarze-b…
— Peter Tauber (@petertauber) Dezember 20, 2011
Als dann Parteifreundin Erika Steinbach Tauber fragte, ob das sein Ernst sei, kam von ihm "Zuzutrauen ist es ihm oder?"
@SteinbachErika @kritikkultur zuzutrauen ist es ihm oder?
— Peter Tauber (@petertauber) Dezember 20, 2011
In SPD-Kreisen in Berlin wird aber vor allem der Kopf geschüttelt über die Meldung. Andere Nutzer bei Twitter stellten auch das eher seichte "Alsterradio“ als Quelle in Frage - wie dieser Journalist.
Käßmann und Altkanzler Schröder? Nun also doch? Und wer kennt das investigative @AlsterRadioDE? bit.ly/sj5qyi
— Till Schwarze (@tillski) Dezember 20, 2011
Recherchen nahmen nach dem Bericht aber auch andere Medien auf. Ein angekündigter Rückruf des Nachrichtenchefs des Hamburger Senders bei unserer Zeitung erfolgte bisher nicht. Eine Mitarbeiterin sagte aber lachend, man habe zeitweise Angst um den Server gehabt - wegen vieler Zugriffe.Schröder ist in seiner vierten Ehe seit 1997 mit Doris Schröder-Köpf (48) verheiratet. Das Paar hat 2004 und 2006 jeweils ein Kind adoptiert.









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