Berlin – Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist in Berlin mit einer Torte attackiert worden. Die Aktion, offenbar unter Beteiligung von Anonymous, wurde anschließend als #OPCreamStorm verkündet.
Der EU-Berater für Internetfragen hatte sich am Abend in einem Café im Stadtteil Friedrichshain mit Stephan Urbach, von der Piratenpartei getroffen. Sie redeten über Internetthemen, nachdem Guttenberg von der EU zum Berater für Freiheit im Internet ernannt worden ist.
Dann kam eine Gruppe in das Café und drückte Guttenberg eine Sahnetorte ins Gesicht. Der 40-Jährige reagierte mit Humor. Hurra, eine Tortenattacke, schrieb er bei Facebook. Er habe schon gedacht, verhungern zu müssen. Beim nächsten Mal wünsche er sich eine Käse-Sohnetorte.
Zwar belustigten sich einige, für Guttenberg sei Fett in den Haaren nichts Neues. Für die Aktion gab es auch im Netz und von Guttenberg-Gegnern überwiegend Kritik, der Angriff wurde zumeist verurteilt. Ein Punkt: Mit seiner souveränen Reaktion habe Guttenberg sogar noch Sympathien sammeln können.
Die „Spaßtruppe“ „Hedonistische Internationale“ veröffentlichte im Blog ein Bekennerschreiben zur Aktion „Guttenberg torten“. Darin heißt, als „weiterhin bekennender Verteidiger der Zensurinfrastruktur durch die Zensursula-Gesetzesvorschläge“ könne Guttenberg kein glaubwürdiger Experte für die Freiheit des Internets sein. Die Aktion sei erst der Anfang. „Wir werden jeden weiteren Rückkehr-Versuch des Herren von und zu beobachten und süß torpedieren“.

