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104-Jähriger wartet sieben Stunden im Krankenhaus

Essen - Der 104-Jährige hat zwei Weltkriege und 15 Jahre Sibirien überlebt - ob das die Mediziner in einem Essener Krankenhaus optimistisch gestimmt hat, er werde auch eine akute Atemnot ohne große Hilfe überstehen? Jedenfalls ließen sie den Ex-Bergmann sieben Stunden lang in einer Art Abstellkammer vergeblich auf die stationäre Aufnahme warten. Seine Frau nahm ihn schließlich im Krankenwagen wieder mit nach Hause.

Richard und Helene Matiburski
Richard und Helene Matiburski in ihrer Essener Wohnung. Foto: Caroline Seidel
DPA

Wie die «WAZ»-Mediengruppe am Freitag berichtete, war der Mann am Mittwochmittag in ein Essener Krankenhaus gekommen und hatte um 20.30 Uhr immer noch kein Bett bekommen. Seine Frau rief daraufhin einen Krankenwagen und nahm ihren Mann wieder mit nach Hause.

«Wir mussten in einer Art Abstellkammer warten und haben nur eine Papierdecke und ein bisschen Wasser bekommen», sagte die Frau am Freitag. Ihr Mann, ein Ex-Bergmann, hat zwei Weltkriege und 13 Jahre in Sibirien überlebt.

Er war untersucht worden, das versprochene Bett ließ aber auf sich warten. Der Klinik-Geschäftsführer entschuldigte sich dafür. Sein Haus sei - wie derzeit alle Essener Krankenhäuser - wegen einer Krankheitswelle fast bis auf das letzte Bett belegt. Das Personal habe sich bemüht, ein freies Bett zu finden, und dies am Abend auch geschafft. Das Ehepaar sei zu der Zeit aber schon wieder gegangen.

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