40.000
  • Startseite
  • » Nachrichten
  • » Wissenschaft
  • » Forscher können Fett-Gen bei Mäusen unterdrücken
  • Forscher können Fett-Gen bei Mäusen unterdrücken

    Wien/Cambridge (dpa). Der Traum aller Winterspeck-Geplagten: Einfach ein paar Tabletten schlucken und schon schon lösen sich die überflüssigen Pfunde gleich mit den dazugehörigen Fettzellen auf.

    Wiener Forscher haben zumindest bei Mäusen einen Weg gefunden, per Genveränderung die Bildung von weißen Fettzellen zu unterdrücken. Diese Erkenntnisse könnten maßgeblich dazu beitragen, ein Medikament (ohne Genveränderung) für übergewichtige Menschen zu entwickeln, sagte die Sprecherin des Institutes für Molekulare Biotechnologie, Heidemarie Hurtl, am Donnerstag in Wien.

    Die im US-Fachjournal «Cell» (Bd. 140, S. 148) veröffentlichten Erkenntnisse basieren auf den vielfältigen Funktionen des in Mäusen wie Menschen ähnlichen Gens «Hedgehog». Während das Gen im Embryo wichtige Entwicklungsprozesse steuert, beeinflusst es beim Erwachsenen den Fettstoffwechsel und kann die Bildung von weißen Fettzellen unterdrücken. Anders als die auch bei Menschen und Mäusen vorkommenden braunen Fettzellen, die Wärme erzeugen, dienen weiße Fettzellen als Fettspeicher und sind damit die oft unerwünschten Dickmacher.

    In ihren Versuchen mit Mäusen unterdrückten die Forscher bei jungen Mäusen gentechnisch den «Hedgehog»-Hemmer «Sufu», so dass das Gen die Bildung von weißen Fettzellen viel stärker unterdrücken konnte. Die Folge: Die heranwachsenden Tierchen blieben auffällig schlank, hatten dabei aber keine Gesundheitsprobleme. Untersuchungen zeigten, dass die Mäuse so gut wie kein weißes Fettgewebe hatten. Das unter anderem aber als Kälteschutz lebenswichtige braune Fett war normal entwickelt.

    «Mit "Hedgehog" haben wir eines der ersten Moleküle gefunden, das ganz gezielt nur weißes Fett reduziert», sagte einer der Leiter des Projektes, Andrew Pospisilik. Das Potenzial einer möglichen medizinischen Anwendung beim Menschen sei enorm. «Die Nahrungsenergie in Körperwärme zu verwandeln anstatt in Fettpolster ist gerade zu dieser Jahreszeit eine attraktive Vorstellung», unterstrichen die Forscher.

    Ihre Fragen, Hinweise oder Kritik

    Onlinerin vom Dienst

    Celina de Cuveland

    0261/892 267

    Kontakt per Mail

    Fragen zum Abo: 0261/98362000

    epaper-startseite
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    UMFRAGE
    Thema
    Sollen CDU und CSU bei der nächsten Bundestagswahl gemeinsam antreten?

    Die Schwesterparteien CDU und CSU bilden eine Fraktion im Deutschen Bundestag. Nun spaltet vor allem die Forderung Horst Seehofers nach einer festen Obergrenze von 200 000 neuen Flüchtlingen pro Jahr die Parteien. Was meinen Sie? Sollten CDU und CSU bei der Bundestagswahl im Herbst 2017 gemeinsam antreten oder sollten sie getrennte Wege gehen?

    Das Wetter in der Region
    Freitag

    -7°C - 1°C
    Samstag

    -7°C - 1°C
    Sonntag

    -7°C - 0°C
    Montag

    -3°C - 0°C

    Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

    Rhein-Zeitung bei Facebook
    Rhein-Zeitung bei Twitter
    Anzeige
    Event-Kalender
    Veranstaltungstipps

    Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!