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    DüsseldorfWestLB-Eigentümer rechnen Radikalumbau durch

    Für die krisengeschüttelte WestLB stehen die Zeichen auf Zerschlagung. Wenige Tage vor dem Fristablauf für einen neuen Sanierungsplan rechnen die Eigentümer eine Aufspaltung der nordrhein-westfälischen Landesbank durch.

    WestLB
    Die NRW-Sparkassenverbände sowie die Regierungen von Bund und Land haben sich nach Medienberichten auf einen radikalen Umbau der WestLB verständigt.

    Nachdem Brüssel in den laufenden Gesprächen kein Veto eingelegt habe, werde der Umbau der WestLB zur reinen Sparkassen-Zentralbank mit Firmenkundengeschäft intensiv von allen Beteiligten geprüft, verlautete am Samstag in Eigentümerkreisen. Eine Entscheidung sei aber nicht gefallen.

    Knackpunkt dürfte die Verteilung der finanziellen Lasten sein. Nordrhein-Westfalens Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) hatte deutlich gemacht, dass mit hohen Kosten zu rechnen ist. Das Land soll Medienberichten zufolge eine Milliardenbeteiligung vom Bund gefordert haben. Der wiederum wolle kein Geld geben. Das NRW-Finanzministerium wollte diese Berichte nicht kommentieren. Im Bundesfinanzministerium hieß es am Samstag lediglich, man sei sehr zuversichtlich, dass die Eigentümer bis zum 15. Februar «eine sinnvolle und nachhaltige» Lösung für die WestLB finden.

    Nach dem Modell der rheinischen Sparkassen könnten große Bereiche wie das internationale Geschäft und die Projektfinanzierungen verkauft werden. Für Reste käme die Abwicklungsanstalt («Bad Bank») infrage, in die die WestLB bereits Schrottpapiere und anderen Ballast im Volumen von 77 Milliarden Euro ausgelagert hat. Die verbleibende Sparkassen-Zentralbank für die gut 100 kommunalen Kreditinstitute in Nordrhein-Westfalen käme dem Vernehmen nach auf eine Bilanzsumme von 50 bis 60 Milliarden Euro. Derzeit ist die drittgrößte Landesbank 220 Milliarden Euro groß. Der Plan der Sparkassen gilt für den Fall, das weder ein Komplettverkauf noch eine Fusion zustande kommt.

    Die WestLB-Eigentümer - das Land Nordrhein-Westfalen und die NRW-Sparkassen - sowie der Bund haben sich laut «Focus» in Grundzügen auf den radikalen Umbau verständigt. EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia stehe den Plänen positiv gegenüber, sagte ein Beteiligter dem Nachrichtenmagazin. Gebe die WestLB ihre grenzüberschreitenden Geschäfte ab, sei der Beihilfefall aus Sicht der EU erledigt. Friedrich Merz, der derzeit einen Käufer für die WestLB sucht, wollen die Eigner laut dem Bericht ermächtigen, auch WestLB-Teile zu verkaufen wie das Auslandsgeschäft oder Projektfinanzierung.

    Merz leitet den Verkaufsprozess. Die vier verbliebenen Bieter für die Komplettbank WestLB sollen bis kommenden Freitag konkretisierte Angebote abgeben. «Es gibt keinen verabschiedeten Plan», stellte auch ein Sprecher von Merz am Samstag klar. Weder sei verabschiedet, nur Teile der WestLB zu verkaufen, noch das Teile der WestLB in den Händen der Sparkassen blieben. «An der Sachlage hat sich nichts geändert», sagte er der dpa. Die Fristen 11. Februar für konkretisierte Kaufangebote und 15. Februar für die Vorlage eines neuen WestLB-Sanierungsplans bei der EU stünden unverändert.

    Die WestLB hat konzernweit 5000 Mitarbeiter. Weil ein größerer Stellenabbau zu erwarten sei, wird laut anderen Medienberichten an einer Auffanggesellschaft gearbeitet. Die Arbeitnehmervertreter streben einen Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung an. Ein Kernpunkt wäre der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen.

    Wirtschaft
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