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    Frankfurt/Main (dpa)US-Wahl lässt Märkte kalt

    Frankfurt/Main (dpa). Der Denkzettel für US-Präsident Barack Obama bei den Kongresswahlen hat die Märkte weitgehend kalt gelassen. Wesentlich stärker halte die am Abend erwartete Entscheidung der US-Notenbank zur weiteren Lockerung der Geldpolitik die Märkte in Atem, erklärten Analysten.

    Barack Obama
    Die Regierung Obama muss bei den US-Kongresswahlen eine schwere Schlappe einstecken, aber die Märkte reagieren bisher gelassen.

    Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) urteilte: «Marktteilnehmer sehen anscheinend mehr Einfluss durch die Notenbankentscheidung in den USA.» Die wichtigsten europäischen Börsen starteten uneinheitlich in den Handel. Der deutsche Leitindex DAX stieg in Richtung Jahreshoch - dies führten Beobachter allerdings weniger auf die Kongresswahlen zurück, als vielmehr auf positive US-Vorgaben und Quartalsberichte mehrerer Unternehmen.

    Auch die Devisenmärkte warteten nach Händler-Einschätzungen weiter auf die Entscheidungen der Fed. Vor allem über das Ausmaß der erwarteten geldpolitischen Lockerung werde spekuliert.

    «Die Wahl hat keine Überraschung gebracht, die eine größere Bewegung an den Märkten verursacht hätte», sagte Commerzbank-Analyst Bernd Weidensteiner am Mittwoch in Frankfurt. «Der Pulverdampf hat sich verzogen, die Märkte sind froh, dass die Wahl vorbei ist.»

    Nun warteten sie gespannt auf die Entscheidung der US-Notenbank am Abend. Er wird damit gerechnet, dass die Fed erneut die Geldmaschine anwirft, um die US-Konjunktur anzukurbeln. Unsicherheit herrscht aber über das Ausmaß des erwarteten neuen Kaufprogramms für Anleihen. Den Leitzins dürfte die Fed hingegen auf dem aktuellen Niveau belassen.

    Laut den jüngsten Umfragen erwarten Ökonomen monatliche Staatsanleihen-Käufe von 80 bis 100 Milliarden Dollar für das kommende halbe Jahr. Insgesamt dürfte sich das Paket demnach auf rund 500 Milliarden Dollar (rund 356 Milliarden Euro) belaufen. Diese Summe haben die Märkte bereits eingespeist, sagte Weidensteiner. Werde es deutlich mehr, würde der Dollar weiter an Wert verlieren, Aktien- und Anleihenkurse würden steigen.

    An den wichtigsten europäischen Börsen stärkte der Sieg der Republikaner bei den US-Kongresswahlen Händlern zufolge zwar das Vertrauen der Investoren. Die Anleger warteten aber noch auf die Aussagen der US-Notenbank zur Geldpolitik am Abend.

    Die Ölpreise stiegen am Mittwoch im asiatischen Handel leicht, der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) deutlich. Die erwartete geldpolitische Lockerung dürfte den Dollar weiter unter Druck halten, sagten Händler.

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