40.000
  • Startseite
  • » Nachrichten
  • » Wirtschaft
  • » Transnet will Chance für Schlichtung ergreifen
  • Aus unserem Archiv

    Transnet will Chance für Schlichtung ergreifen

    Berlin/Frankfurt/Main (dpa) - In der komplizierten Tarifrunde der deutschen Bahnbranche will die größte Gewerkschaft Transnet die Chance einer Schlichtung ergreifen. Er glaube, dass über einen solchen Weg eine Möglichkeit bestehe, den gordischen Knoten der bisherigen Gespräche aufzulösen, sagte der Vorsitzende Alexander Kirchner am Montag in Berlin.

    Vorschau möglicher Bahnstreik
    Die größte Gewerkschaft Transnet will erneute Warnstreiks durch Gespräche abwenden.

    Das Problem sei, dass die Deutsche Bahn und das Lager ihrer großen Konkurrenten noch nicht an einen Tisch zu bekommen waren. Daher wollten Transnet und die Gewerkschaft GDBA die Einladung zu einem gemeinsamen Vorbereitungsgespräch für eine Schlichtung an diesem Freitag in Berlin annehmen.

    Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), die separat mit den Bahnen verhandelt, lehnt eine Schlichtung dagegen weiterhin ab. Sie setzte am Montag ihre Verhandlungen mit den sechs Privatbahnen fort. Bei den Gesprächen komme man voran, sagte eine Sprecherin.

    Über die Forderung nach fünf Prozent mehr Geld sei aber noch nicht gesprochen worden. Bei den Privatbahnen sind 2300 Lokführer beschäftigt. Parallel verhandelt die GDL mit der Deutschen Bahn, bei der rund 20 000 Lokführer arbeiten.

    Bisher machten die beiden Arbeitgeberlager Zusagen davon abhängig, dass die Gewerkschaften mit dem jeweils anderen Lager Zugeständnisse aushandelten, kritisierte Transnet-Chef Kirchner. Bei dem Treffen am Freitag könnte über Regularien einer Schlichtung gesprochen werden.

    Dabei könnten sich die Gewerkschaften vorstellen, dass während einer Vermittlung Friedenspflicht herrscht, wenn diese auf eine realistische Dauer angelegt werde. Sollte keine Schlichtung zustande kommen, wollten Transnet und die GDBA die Arbeitgeber zu parallelen Verhandlungen auffordern - zeitgleich an einem Ort in zwei Räumen.

    Auch erneute Warnstreiks nach der ersten Aktionswelle in der vergangenen Woche seien denkbar, sagte Kirchner. Am Ende sei auch eine Urabstimmung über unbefristete Streiks möglich. «Ich gehe davon aus, dass wir damit nicht bis Ende des Jahres warten können.»

    Die Erfolgsaussichten einer Schlichtung sind ungewiss. Die sechs großen Privatbahnen Abellio, Arriva, Benex, Keolis, Veolia und Hessische Landesbahn hatten betont, dies sei nur sinnvoll, wenn die GDL ebenfalls teilnimmt. Dennoch luden die Arbeitgeber nun zu dem Treffen an diesem Freitag ein.

    Die Gewerkschaften verhandeln bisher jeweils separat mit der bundeseigenen Deutschen Bahn und den sechs Konkurrenten. In der Tarifrunde geht es um eine Angleichung der Tarifstandards. Bei einigen Privatbahnen liegen die Einkommen teils um 20 Prozent unter dem Niveau der Deutschen Bahn.

    Wirtschaft
    Meistgelesene Artikel
    Ihre Fragen, Hinweise oder Kritik

    Onliner vom Dienst
    Maximilian Eckhardt
    0261/892743
    Kontakt per Mail
    Fragen zum Abo: 0261/98362000

    epaper-startseite
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Anzeige
    Das Wetter in der Region
    Dienstag

    15°C - 26°C
    Mittwoch

    15°C - 29°C
    Donnerstag

    16°C - 26°C
    Freitag

    16°C - 25°C

    Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

    Anzeige
    Event-Kalender
    Veranstaltungstipps

    Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!