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    BonnTelekom-Geschäfte durchwachsen

    Milliardenschwere Kosteneinsparungen und gute Geschäfte im Inland halten die Deutsche Telekom in diesem Jahr auf Kurs. «Das Geschäftsjahr 2010 ist für uns bislang alles in allem gut gelaufen», sagte Vorstandschef René Obermann am Donnerstag bei der Vorlage der Quartalszahlen.

    Telekom-Zentrale in Bonn
    Die Telekom verdiente im dritten Quartal unterm Strich 1,03 Milliarden Euro.

    In Deutschland habe der Mobilfunk exzellente Zahlen abgeliefert und das Festnetz überzeugt. In den USA dagegen kämpft die Telekom um seine Bestandskunden und im europäischen Ausland gegen widrige Bedingungen durch Sonderabgaben und gesunkene Durchleitungsgebühren.

    Dennoch zeigte sich der Vorstand zufrieden. So kletterte der Konzernüberschuss bis zum Ende September 2010 von 356 Millionen auf 2,3 Milliarden Euro. Damit stehe auch die Basis für die Dividende, und auch die Prognosen würden eingehalten, betonte Obermann. Ohnehin dürfen die gebeutelten T-Aktionäre, die seit vielen Jahren auf steigende Kurse hoffen, fest mit einer Ausschüttung rechnen.

    Mindestens 70 Cent je Aktie oder eine Summe von insgesamt 3,4 Milliarden Euro, so hatte der Vorstand im Frühjahr angekündigt, sollen die Kapitalgeber erhalten. Trotzdem: An der Börse kam die Quartalszahlen nicht gut an. Die T-Aktie gehörte bis zum frühen Nachmittag bei insgesamt positiver Stimmung mit Kursabschlägen von 2,2 Prozent auf 10,22 Euro zu den wenigen Verlierern im DAX.

    In den ersten neun Monaten 2010 erwirtschaftete die Telekom einen Umsatz von 46,9 Milliarden Euro. Den Rückgang von 3 Prozent begründete die Telekom vor allem mit der früheren britischen Mobilfunktochter, die mit der französischen Orange in ein Mobilfunk-Joint-Venture eingebracht worden war. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag dagegen mit 5,7 Milliarden Euro knapp 20 Prozent im Plus. Zudem erwirtschaftete der Konzern aus seinem Programm «Save for Service» Einsparungen bis Ende September von 1,7 Milliarden Euro.

    Deutlich entspannt zeigte sich Obermann angesichts sinkender Anschlussverluste. Bis zum Ende des dritten Quartals waren es 1,2 Millionen, rund 26 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Im wachstumsträchtigen DSL-Neukundengeschäft werde die Telekom in diesem Jahr auf einen Marktanteil von 40 bis 45 Prozent kommen. In Kürze startet das Unternehmen zudem den Glasfaserausbau in Braunschweig und Dresden.

    Dass die exklusiven Vermarktungsrechte für das Apple-Handy iPhone jetzt in Deutschland ausläuft, sieht Obermann nicht dramatisch. «Wir werden von dem starken Wachstumstrend mit Smartphones weiterhin profitierten», sagte Obermann. Es gebe hochattraktive Endgeräte mit «coolen Features». In den USA muss die Telekom dagegen weiterhin ohne das iPhone auskommen.

    Pressemeldung der Telekom

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