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    Frankfurt/MainStudie: 2011 passables Jahr für Börsengänge

    Ein relativ gutes Jahr für Börsengänge trotz aller Widrigkeiten - so lautet die Bilanz der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (E&Y) für 2011.

    Bär und Bulle
    Bulle und Bär wachen vor der Deutschen Börse in Frankfurt: Wirtschaftsprüfer werten das scheidende Jahr 2011 als ein gutes für Börsengänge.
    Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv - DPA

    Zwar sei dem weltweiten Markt für Börsenstarts (Initial Public Offering/ IPO) im Oktober und November «die Puste ausgegangen», heißt es in einer Analyse. «Aufgrund des starken ersten Halbjahres fällt die Jahresbilanz für den weltweiten IPO-Markt dennoch relativ gut aus.»

    Gezählt wurden demnach weltweit 1117 Börsengänge, bei denen insgesamt 156 Milliarden US-Dollar (rund 117 Mrd Euro) erlöst wurden. Im Vorjahr wagten 1215 Unternehmen den Schritt aufs Parkett, wobei 258 Milliarden US-Dollar eingespielt wurden.

    Nach Beobachtung von Ernst & Young legten viele Unternehmen ihre Börsenpläne auf Eis, unter anderem wegen der Ungewissheit hinsichtlich der europäischen Schuldenkrise. «Die aktuelle Volatilität an den Weltbörsen ist Gift für das IPO-Klima», erklärte E&Y-Experte Martin Steinbach.

    Haupttreiber bei den Börsengängen waren wie in den Vorjahren die aufstrebenden Schwellenländer, nach wie vor aktivster IPO-Markt blieb China. Eine Umfrage von PricewaterhouseCoopers (PwC) unter 400 Unternehmenslenkern aus aller Welt misst China auch langfristig eine zentrale Rolle bei: Vier von fünf Befragten nannten China als das Land, aus dem im Jahr 2025 die meisten Kandidaten für Börsengänge stammen werden und in dem dann die größten IPO-Erlöse erzielt werden.

    In Deutschland gab es nach den E&Y-Zahlen im abgelaufenen Jahr 15 Börsengänge: Zehn deutsche Unternehmen, vier chinesische und ein britisches Unternehmen wagten den Sprung aufs Parkett. Das spülte in der Summe 2,3 Milliarden US-Dollar in die Kassen.

    «Grundsätzlich verträgt die deutsche Volkswirtschaft etwa 40 Börsengänge im Jahr», ließ Steinbach mitteilen. Dass es im Jahr 2012 so viele werden, sei aber angesichts des derzeit schwachen Umfelds unwahrscheinlich. «Erst wenn sich eine Lösung der Staatsschuldenkrise nachhaltig abzeichnet und die Volatilität entsprechend zurückgeht, wird sich das Klima für Börsengänge wieder verbessern.»

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