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    FrankfurtSorgen um Spaniens Banken und Euro belasten

    Belastet von Sorgen um das spanische Bankensystem und um einen weiter schwächelnden Euro hat der deutsche Aktienmarkt am Dienstag abermals kräftige Einbußen verzeichnet.

    Der Dax brach 2,34 Prozent auf 5670,04 Punkte ein und erreichte damit seinen tiefsten Stand seit Anfang März. Das überraschend deutlich gestiegene US-Verbrauchervertrauen sorgte nur kurzzeitig für eine leichte Reduzierung der Verluste. Der Mdax sank um 4,31 Prozent auf 7428,57 Punkte. Der TecDax verlor 4,51 Prozent auf 691,02 Punkte.

    "Es ist ein Mix negativer Nachrichten, der die Anleger verunsichert", sagte Fondsmanager Thorsten Winkler von Veritas Investment Trust. Die Zuspitzung der Situation in Korea und die Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF), dass das spanische Bankensystem reformiert werden müsse, belaste derzeit die Kurse.

    Stahlwerte gerieten deutlich unter Druck. ThyssenKrupp und Salzgitter sanken jeweils um mehr als 4 Prozent, für Klöckner & Co (KlöCo) ging es sogar um 6,88 Prozent nach unten. KlöCo-Vorstandschef Gisbert Rühl hatte in einem Interview mit der "Financial Times Deutschland" von Überkapazitäten am Markt gesprochen, weshalb er in den kommenden Monaten sinkende Stahlpreise erwarte. Hinzu kam, dass die UBS die Kursziele für alle drei Stahlwerte senkte.

    Größter Verlierer im Dax waren Papiere von Infineon mit minus 9,35 Prozent auf 4,209 Euro. JPMorgan-Analyst Sandeep Deshpande senkte seine Einstufung von "Overweight" auf "Neutral". Er sieht insgesamt für die Halbleiterbranche die Gefahr einer Abschwächung der Auftragslage.

    Aixtron waren im TecDax mit minus 13,12 Prozent auf 19,60 Euro das Schlusslicht. Wie bei Infineon wirkte auch hier eine Studie von JPMorgan belastend, in der die Einschätzung der Papiere des auf Leuchtdioden-Anlagen spezialisierten Maschinenbauers von "Overweight" auf «Neutral» und das Kursziel um ein Drittel von 30 auf 20 Euro gekappt wurden.

    Der EuroStoxx 50 verlor 2,73 Prozent auf 2488,50 Punkte. In Paris gab der Cac-40-Index ebenfalls nach und auch der Londoner FTSE 100 schloss im Minus. An der New Yorker Börse notierte der Dow Jones Composite zum europäischen Handelsschluss mit knapp zwei Prozent im Minus.

    Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,13 Prozent (Montag: 2,22). Der Rentenindex Rex stieg um 0,24 Prozent auf 127,96 Punkte. Für den Bund-Future ging es um 0,61 Prozent auf 129.39 Punkte hoch. Der Euro fiel und die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2223 (Montag: 1,2360) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8181 (0,8091) Euro.

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