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    AthenNoch härtere Einschnitte für Griechen

    Auf die hoch verschuldeten Griechen kommen noch härtere Einschnitte zu: Sie sollen in den kommenden Jahren weniger verdienen und mehr staatliche Betriebe privatisieren.

    Griechenland
    Blick auf die Akropolis in Athen: Die griechische Regierung unter Ministerpräsident Giorgos Papandreou hat eine drastische Sparpolitik durchgesetzt, um das Land vor dem Staatsbankrott zu retten.

    Die Regierung solle in den kommenden Jahren durch die Privatisierung staatlicher Unternehmen 50 Milliarden Euro einnehmen, forderten am Freitag Kontrolleure der Europäischen Union (EU) und des Internationalen Währungsfonds (IWF).

    Allein bis Ende 2012 solle die Regierung 15 Milliarden Euro durch die Privatisierung von Staatsbetrieben kassieren, sagte EU-Kontrolleur Sevvas Derooge in Athen. Weitere 35 Milliarden Euro sollten bis Ende 2015 in die Staatskassen fließen.

    Unterdessen bekam Griechenland grünes Licht für die nächste Tranche seines Rettungspakets. Dabei handelt es sich um 15 Milliarden Euro, die bis Mitte März gezahlt werden sollen, wie die Kontrolleure mitteilten. Die endgültige Entscheidung für die Auszahlung werde die Europäische Kommission Anfang März treffen, berichtete der griechische Rundfunk.

    Die Ankündigung der zusätzlichen Privatisierungen sorgte für Aufsehen bei der Pressekonferenz. Viele Journalisten forderten, dass die Sätze des EU-Kontrolleurs Deroose noch einmal übersetzt werden. «Ja 15 Milliarden (Privatisierungen) bis 2012 und weitere 35 Milliarden bis 2015», sagte dieser daraufhin.

    In Kommentaren des griechischen Rundfunks hieß es, die Maßnahmen bedeuten, die Regierung in Athen müsse «nun den Kampf mit allmächtigen Gewerkschaften wie die der staatlichen Elektrizitätsgesellschaft (DEI) aufnehmen». Dies sei aber keine einfache Sache. Die DEI-Gewerkschaft gelte als die radikalste unter allen griechischen Gewerkschaften. Die DEI- Leute könnten das Land «verdunkeln», hieß es im Radio weiter.

    Zudem bestanden die Kontrolleure darauf, dass es Gehaltskürzungen im privaten Bereich geben müsste. Unter anderem sollten kleinere Gewerkschaften niedrigere Löhne mit den Arbeitgebern vereinbarten können, als die Tarifverträge der Dachverbände vorsehen. Nach den Worten des des IWF-Vertreters Poul Thomsen werde Griechenland «nach etwa zwei Jahren in der Lage sein, sich größere Summen am Markt zu leihen.»

    Der IWF und die Euro-Länder helfen den Griechen mit insgesamt 110 Milliarden Euro bis 2013. Die Rettungsgelder werden alle drei Monate in Tranchen ausgezahlt, nachdem die Kontrolleure die Bücher in Athen geprüft haben. Die nächste Tranche ist für Mitte Juni geplant.

    Die griechische Regierung unter Ministerpräsident Giorgos Papandreou hat eine drastische Sparpolitik durchgesetzt, um das Land vor dem Staatsbankrott zu retten. Dagegen gibt es massive Proteste und Streiks. Am 23. Februar wollen die beiden größten Gewerkschaftsverbände des privaten und staatlichen Sektors mit umfangreichen Streiks das Land praktisch lahmlegen.

    Wirtschaft
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