40.000
  • Startseite
  • » Nachrichten
  • » Wirtschaft
  • » Modekette Strauss Innovation schlüpft unter Schutzschirm
  • Aus unserem Archiv

    LangenfeldModekette Strauss Innovation schlüpft unter Schutzschirm

    Der ins Trudeln geratenen Modekette Strauss Innovation und ihren Beschäftigten steht ein harter Sanierungskurs bevor.

    Strauss Innovation
    Die Modekette Strauss Innovation beschäftigt bundesweit etwa 1400 Menschen.
    Foto: Martin Gerten - DPA

    Das Unternehmen habe am Donnerstag beim Amtsgericht Düsseldorf die Eröffnung eines sogenannten Schutzschirmverfahrens beantragt, sagte ein Gerichtssprecher.

    Über eine drohende Zahlungsunfähigkeit hatten zuvor die «Bild-Zeitung» und die «Welt» berichtet. Mit dem Gang zum Amtsgericht hofft das Management des Unternehmens, die Modekette wieder auf eine gesunde Basis stellen zu können.

    «Der Schutzschirm wurde für Unternehmen wie Strauss geschaffen, die über genügend Potenzial verfügen, sich aus einer Schieflage zu befreien», erklärte die Geschäftsführerin von Strauss Innovation, Paula Minowa, laut Pressemitteilung. Nun werde das Unternehmen die Chance ergreifen. Das bei Gericht beantragte Verfahren gebe dem Unternehmen weitere Instrumente in die Hand, um den Betrieb im Wege einer Sanierung fortzuführen.

    Bei Strauss hatte sich die wirtschaftliche Lage zuletzt extrem verschlechtert. Trotz guter Stimmung der Verbrauchern seien im vergangenen Jahr die Umsätze im Einzelhandel im Schnitt um 2 Prozent gefallen. Mehr als die Wettbewerber habe das Unternehmen, das Anfang des 20. Jahrhunderts in Düsseldorf gegründet wurde, sein Sortiment auf aktuelle Trends und die jeweilige Saison ausgerichtet, hieß es.

    Einen Strich durch die Rechnung machte Strauss Innovation auch die ungünstige Wetterlage 2013 mit ungewöhnlich kalten Temperaturen zum Jahresanfang und milden am Jahresende. Schließlich kippten Rabattaktionen die Gewinnmarge ins Negative und führten zu einem «signifikanten Verlust im vergangenen Geschäftsjahr», hieß es. Zahlen wurden nicht genannt.

    Welche Bedeutung das beantragte Schutzschirmverfahren nun für die rund 1400 Beschäftigten in den 96 Filialen, der Zentrale und in der Logistik haben wird, ist unklar. Ein Stellenabbau und auch die Schließung von Filialen kann nicht ausgeschlossen werden. Das Unternehmen äußerte sich zurückhaltend: Die Auswirkungen auf Mitarbeiter und Kunden sollten so gering wie mögliche bleiben, hieß es. Alle Filialen blieben geöffnet, die Kunden könnten weiterhin bei Strauss zu den üblichen Preisen einkaufen gehen, beteuerte ein Sprecher.

    Im nächsten Schritt werden Geschäftsführung, der gerichtliche bestellte Sachwalter, Arbeitnehmervertreter und die wichtigsten Gläubiger einen Sanierungsplan ausarbeiten. In dieser Zeit soll durch die Zahlung von Insolvenzgeld an die Mitarbeiter das Unternehmen eine Verschnaufpause erhalten und so Zeit gewinnen, den Umbau voranzutreiben.

    Wirtschaft
    Meistgelesene Artikel
    epaper-startseite
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Anzeige
    Das Wetter in der Region
    Sonntag

    12°C - 23°C
    Montag

    12°C - 21°C
    Dienstag

    13°C - 22°C
    Mittwoch

    14°C - 25°C

    Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

    UMFRAGE
    Beim Jahrmarkt: Lieber sicher oder lässig?

    Die Sicherheitsstrategie auf der Bad Kreuznacher Pfingstwiese ist weniger streng als im letzten Jahr. Hunderttausende werden dort zum Jahrmarkt erwartet. Wie finden Sie das?

    Anzeige
    Event-Kalender
    Veranstaltungstipps

    Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!