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    Frankfurt/MainMaschinenbauer warten auf die Wende: Erneut weniger Aufträge

    Der Aufschwung im deutschen Maschinenbau lässt weiter auf sich warten. Im März gingen bei den Unternehmen der Schlüsselindustrie real sechs Prozent weniger Aufträge ein als vor einem Jahr, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilte.

    Monteure
    Monteure arbeiten an Naben für Windkraftanlagen.
    Foto: Jens Büttner/Archiv - DPA

    Die Auftragslage sei damit nach wie vor unbefriedigend. Zwar legten die Bestellungen aus dem Inland um 13 Prozent zu. «Das half immerhin, die kräftigen Einbußen des Vormonats zu kompensieren», sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Gleichzeitig lag das Auslandsgeschäft jedoch um 13 Prozent unter Vorjahresniveau: «Es bleibt beim Befund eines nach wie vor überraschend schleppend verlaufenden Geschäfts mit den Auslandskunden.»

    In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich Januar bis März 2014 sank der Bestelleingang im Vorjahresvergleich um zwei Prozent. Die Inlandsaufträge lagen bei plus drei Prozent, die Auslandsaufträge bei minus vier Prozent.

    Hoffnung mache, dass die Ausfuhren der mittelständisch geprägten Branche in den ersten beiden Monaten des Jahres nur noch knapp um 0,8 Prozent unter dem Vorjahr lagen, sagte Wiechers: «Erfreulich ist, dass die Lieferungen in wichtige EU-Partnerländer wieder expansiv sind.»

    Besonders ein Plus bei den Exporten in die lange unter der Krise leidenden Länder Spanien und Portugal von 100 Millionen Euro stimme zuversichtlich. Auch die USA kauften wieder mehr deutsche Maschinen und Anlagen. Nach einer Pause im vergangenen Jahr liege das Ausfuhrplus dorthin in den ersten beiden Monaten 2014 bei sieben Prozent oder 140 Millionen Euro.

    Etwas zurückhaltender beurteilen die Maschinenbauer die Entwicklung in China. «China liegt immerhin etwas über dem Vorjahr», sagte Wiechers. Die Branche brauche aber Impulse aus dem Megamarkt: «China ist wichtig für die weltwirtschaftliche Erholung im laufenden Jahr.»

    Auch die Entwicklung in der Ukraine bereitet der exportorientierten Industrie große Sorgen. «Russland ist ein wichtiger Handelspartner für uns, es ist der viertgrößte Exportmarkt mit einem Volumen von 7,8 Milliarden Euro», betonte der Chefvolkswirt. Zudem strahle die Entwicklung auch auf das weltwirtschaftliche Klima aus. Ohnehin sei die Stimmung der Investoren nach Jahren der Unsicherheit sehr fragil: «Wir waren eigentlich froh, dass es jetzt mit der Weltwirtschaft aufwärtsgehen sollte. Insofern sind wir natürlich brennend daran interessiert, dass hier möglichst rasch eine dauerhafte verträgliche politische Lösung gefunden wird.»

    Nach früheren Angaben erwartet der Branchenverband in diesem Jahr einen Zuwachs der Produktion von 3 Prozent. Damit würde die Industrie ein Rekordniveau erreichen.

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