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    Redwood ShoresHardware-Geschäft ist Oracle ein Klotz am Bein

    Das flaue Geschäft mit leistungsstarken Firmenrechnern bremst Oracle aus. Im ersten Geschäftsquartal fiel der Umsatz des erfolgsverwöhnten US-Konzerns im Jahresvergleich um 2 Prozent auf 8,2 Milliarden Dollar (6,3 Mrd Euro).

    Oracle
    Der Hauptsitz des Software-Unternehmens Oracle in Redwood Shores in Kalifornien. Für 7,4 Milliarden Dollar hat Oracle den Hardware-Hersteller Sun geschluckt. Doch der Zukauf bringt wenig Glück.
    Foto: - DPA

    Das angestammte Software-Geschäft konnte die Einbußen in der Hardware-Sparte nicht ausgleichen. Allerdings gelang es Oracle, den Gewinn um 11 Prozent auf 2,0 Milliarden Dollar zu steigern, wie das Unternehmen mitteilte. Grund waren zum einen Kostensenkungen. Vor allem verdankte Oracle den Gewinnsprung jedoch seinem Erzrivalen SAP. In dem seit mehreren Jahren köchelnden Streit um Software-Klau hatten sich die Deutschen bereiterklärt, Oracle 306 Millionen Dollar zu zahlen. Die Summe fließt nach Angaben von Oracle-Finanzchefin Safra Catz nun in die Bilanz ein.

    Mitarbeiter der 2005 übernommenen und mittlerweile geschlossenen SAP-Tochterfirma TomorrowNow hatten im großem Stil unrechtmäßig Updates bei Oracle heruntergeladen. Oracle klagte und bekam einen Schadenersatz zugesprochen. Strittig ist bis heute nur die Höhe. Um das Thema aus der Welt zu schaffen, zückte SAP schließlich das Scheckbuch. Auf Betreiben Oracles geht das Verfahren dennoch in die nächste Runde.

    Die beiden Unternehmen sind sich nicht erst seit dem Rechtsstreit spinnefeind. SAP ist der Weltmarktführer für Unternehmenssoftware. Damit regeln Firmen etwa die Buchhaltung oder die Kundenverwaltung. Oracle ist führend bei Datenbanken, ist mit Zukäufen aber immer mehr in das angestammte Feld von SAP vorgestoßen. Das hat die Fronten verhärtet.

    Das Software-Geschäft von Oracle wurde im vergangenen Quartal von den Zukäufen bei Cloud-Dienstleistungen wie Taleo und RightNow Technologies gestärkt. Oracle und SAP kauften in den vergangenen Monaten um die Wette Spezialisten für Cloud-Dienste wie Software und Speicher aus dem Netz zu. Oracle-Chef Larry Ellison kündigte für Ende des Monats ein neues Datenbanken-Produkt mit einem Fokus auf Cloud-Dienste an.

    Der für seine markigen Sprüche bekannte Ellison gab in den vergangenen Jahren dutzende Milliarden Dollar für Übernahmen aus. Unter anderem kaufte er vor zwei Jahren für 7,4 Milliarden Dollar den Firmenrechner-Spezialisten Sun Microsystems. Die gesamte Hardware-Sparte büßte nun fast ein Fünftel ihres Umsatzes ein. Für das laufende Quartal erwartet Oracle im Konzern eine Umsatzentwicklung von einer Stagnation bis zu einem Plus von vier Prozent.

    Oracle-Mitteilung

    Wirtschaft
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