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    BonnEier werden knapp, aber nicht unbedingt teuerer

    Knapp drei Wochen vor Ostern mehren sich die Meldungen über Eierknappheit und steigende Preise. Am freien Markt sind Eier innerhalb weniger Wochen doppelt so teuer geworden. Betroffen davon sind aber in erster Linie Großhandel, Packstellen und Industrie.

    Eier
    Ein Schild «Bitte nur 2 x» steckt in einem Eierkarton in Dresden. Kurz vor Ostern werden in deutschen Supermärkten entlang der tschechischen Grenze die Eier knapp.
    Foto: Matthias Hiekel - DPA

    Im Einzelhandel dagegen müssen Verbraucher dank langfristiger Verträge bisher kaum mehr für Eier bezahlen. Der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels rechnet auch in nächster Zeit nicht mit flächendeckend steigenden Preisen.

    Die Versorgung sei ebenfalls gesichert: «Jeder Verbraucher wird sein Ei finden zu Ostern», sagte die Analystin der Marktinfo Eier & Geflügel (MEG), Margit Beck, am Montag in Bonn. Der Druck auf den Handel könne allerdings größer werden - zum Beispiel, wenn Großverbraucher wegen der teuren Industrieeier demnächst im Supermarkt einkaufen sollten.

    Der rasante Preisanstieg bei den Industrieeiern liegt an dem seit Anfang des Jahres geltenden EU-weiten Verbot der konventionellen Käfighaltung für Legehennen. Bereits 1999 hatte die EU beschlossen, dass Hühner mehr Platz bekommen sollten, mit Sitzstangen, Streu und Nestern. Obwohl die Geflügelbetriebe zwölf Jahre Zeit zur Umsetzung hatten, haben einige Staaten dies bis zum 1. Januar 2012 nicht geschafft. Als Folge sind Eier in der EU knapp und teuer geworden, denn die Eier aus herkömmlicher Käfighaltung dürfen nicht mehr in andere EU-Staaten exportiert werden. Deutschland hält die Regeln bereits seit 2010 ein. Um den hiesigen Bedarf zu decken, muss aber etwa ein Drittel der Eier aus dem Ausland beschafft werden.

    Die Auswirkungen waren jetzt auch im deutsch-tschechischen Grenzraum zu spüren. Nachdem in Tschechien die Eierpreise explodiert waren, fuhren die Tschechen nach Deutschland und packten sich bei den Discountern in einigen Fällen gleich den ganzen Kofferraum mit Eiern voll. Die Unternehmen entlang der Grenzen legten als Konsequenz für die Abgabe von Eiern ein Kontingent fest.

    Daher ist nicht auszuschließen, dass die erhöhte Nachfrage bis Ostern doch noch die Preise im Einzelhandel steigen lassen wird. Aber Beck ist sicher, dass der Einzelhandel mengenmäßig ausreichend versorgt ist. Probleme allerdings könnten Verbraucher bekommen, die noch am Ostersamstag weiße Eier zum Färben suchen, aber nur noch braune finden.

    MEG

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