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    KarlsruheDrogeriekette dm nach Schleckerpleite mit Rekordumsatz

    Die Drogeriemarktkette dm hat nach der Pleite des Konkurrenten Schlecker einen Rekordumsatz erzielt. Die Erlöse stiegen im gerade beendeten Geschäftsjahr um 11,3 Prozent auf 6,87 Milliarden Euro. Das Unternehmen konnte vor allem ab Mai in Deutschland deutlich zulegen.

    dm Drogeriemarkt
    Die Drogeriemarkt-Kette dm konnte beim Jahresumsatz deutlich zulegen.
    Foto: Andreas Gebert - DPA

    «Teilweise lagen die Zuwächse bei 20 Prozent», sagte dm-Chef Erich Harsch am Donnerstag bei der Bilanzpressekonferenz. Auf dem deutschen Markt erreichte dm im Geschäftsjahr 2011/2012 (30. September) ein Wachstumsplus von 14 Prozent und kam damit auf einen Umsatz von 5,112 Milliarden Euro.

    Über den Gewinn macht das Unternehmen traditionell zwar keine Angaben. Die deutsche Belegschaft will Harsch aber am Unternehmenserfolg mit einer Sonderzahlung von 850 Euro pro Mitarbeiter beteiligen. Insgesamt sollen 13 Millionen Euro ausgeschüttet werden.

    Ein «Schlecker-Effekt» sei durchaus spürbar, sagte Harsch. «Wie er sich langfristig auswirkt, können wir aber frühestens im Frühjahr 2013 sagen, wenn sich die Insolvenz jährt.» Für das laufende Geschäftsjahr gab er deshalb eine vorsichtige Prognose ab. «Wir rechnen mit einem Plus von mindestens acht Prozent.»

    In den vergangenen zwölf Monaten hat dm 89 neue Filialen in Deutschland eröffnet und sein Netz damit auf 1345 Standorte erweitert. Bis Jahresende sollen weitere 41 hinzukommen. Darunter könnten auch einige ehemalige IhrPlatz-Läden aus dem zusammengebrochenen Schlecker-Imperium kommen, die sich eigentlich Konkurrent Rossmann gesichert hatte. «Es gibt aber eine Handvoll Vermieter, die lieber dm als Vertragspartner hätten», erklärte Harsch.

    Die Zahl der Mitarbeiter wuchs in Deutschland um knapp 3700 auf 29 100. Darunter sind auch 800 ehemalige Mitarbeiterinnen von Schlecker und IhrPlatz. «Anders als Rossmann haben wir sie eingestellt ohne gleichzeitig Filialen zu übernehmen», sagte Harsch und wies damit Kritik zurück, dass dm den arbeitslos gewordenen tausenden Schlecker-Frauen gleichgültig begegne.

    Im Ausland eröffnete der Konzern knapp 70 weitere Filialen und schuf etwa 1000 neue Stellen. Damit liegt die Gesamtzahl der Mitarbeiter im In- und Ausland bei knapp 44 000.

    In den kommenden Monaten will dm 160 Millionen Euro in Deutschland investieren. Das Geld soll unter anderem in die Neugestaltung der Läden fließen. Geplant ist, die Kosmetik- und die Kinderabteilung stärker herauszustellen, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung.

    Wirtschaft
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