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    FRANKFURTDevisen: Euro unterbricht Erholung und sinkt wieder unter 1,36 US-Dollar

    Der Euro hat am Donnerstag seine Erholung unterbrochen und ist wieder unter die Marke von 1,36 US-Dollar gesunken. Die Gemeinschaftswährung kostete am späten Nachmittag 1,3588 Dollar. Zwischenzeitlich war der Euro bis auf 1,3712 Dollar gestiegen, nachdem er am Dienstag noch bis auf 1,3435 Dollar gefallen war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag noch auf 1,3668 (Mittwoch 1,3641) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7316 (0,7331) Euro.

    "Der Euro hat nach den kräftigen Kursgewinnen der vergangenen zwei Tage eine kleine Verschnaufpause eingelegt", sagte Devisenexperte Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen. Enttäuschende US-Daten vom Immobilienmarkt hätten die Stimmung an den Aktienmärkten aber wieder gedrückt und damit den Euro erneut unter Druck gesetzt. Die Erholung sei damit vorerst unterbrochen. In den USA war die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe im Januar überraschend gesunken. Neue Impulse könnten die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag liefern. Ein nachhaltiger Beschäftigungsaufbau ist aus Sicht von Umlauf nicht zu erwarten. Ein Zinserhöhungssignal dürfte von den Daten nicht ausgehen.

    Auch die EZB habe am Donnerstag ihre langsame Rückkehr zu normalen Verhältnissen am Geldmarkt fortgesetzt. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet habe sich insgesamt sehr ausgewogen und neutral gezeigt. Damit sei weder ein deutliches Signal für eine baldige Zinswende, noch Indizien für ein sehr langes Stillhalten aus seinen Aussagen herauszulesen. Die EZB halte sich nach wie vor alle Optionen offen. Zunächst werde die überreichliche Liquiditätsversorgung graduell zurückgeführt und erst in einem zweiten Schritt sei eine Zinserhöhung zu erwarten.

    Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,90500 (0,90570) britische Pfund , 120,86 (121,10) japanische Yen und 1,4632 (1,4629) Schweizer Franken fest. Der Preis für die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.134,50 (1.136,50) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete 26.805,10 (26.800,85) Euro.

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