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    Frankfurt/MainDax schließt erstmals über 8700 Punkten

    Der Dax hat dank anhaltender Hoffnung auf Fortschritte im US-Haushaltspoker erstmals in seiner 25-jährigen Geschichte über 8700 Punkten geschlossen.

    Bereits am Vortag hatte der deutsche Leitindex um rund zwei Prozent zugelegt und damit seine Verluste der vorherigen drei Handelstage mehr als wettgemacht. Am Freitag ging es nun um weitere 0,45 Prozent auf 8724,83 Punkte nach oben.

    Der Dax ist damit nur noch rund 45 Punkte vom höchsten Stand in seiner 25-jährigen Geschichte entfernt, den er am 19. September im Handelsverlauf erreicht hatte. Auf Wochensicht legte der Dax um 1,18 Prozent zu.

    Für den MDax ging es am Freitag um 0,42 Prozent auf 15 235,04 Punkte nach oben, der TecDax stieg um 0,29 Prozent auf 1088,20 Punkte.

    Die Aktienmärkte befänden sich weiterhin in Feierstimmung, sagte Händler Andreas Lipkow vom Vermögensverwalter Kliegel & Hafner. Die Lösung des politischen Streits in den USA rücke in greifbare Nähe und die geldpolitische Richtung sei klar. Dieses Umfeld treibe den Dax in Richtung Rekordhoch.

    Am Donnerstag war endlich Bewegung in den US-Finanzstreit gekommen. Führende Republikaner hatten US-Präsident Barack Obama den Vorschlag unterbreitet, das Schuldenlimit von derzeit 16,7 Billionen US-Dollar zu erhöhen. Dies soll den Verhandlungspartnern weitere sechs Wochen Zeit geben, eine Lösung zu finden. Beiden Seiten sprachen von einem «guten Treffen», ein Durchbruch gelang damit allerdings noch nicht. Bis zum 17. Oktober muss die Schuldenobergrenze angehoben werden. Sonst droht der größten Volkswirtschaft der Welt eine Staatspleite.

    Zudem scheint sich die Politik des billigen Geldes in den USA fortzusetzen. Zur Wochenmitte hatte Präsident Obama die Vize-Chefin der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, zur Nachfolgerin des aktuellen Fed-Chefs Ben Bernanke nominiert. Yellen gilt als eine Vertreterin der Politik des billigen Geldes. Gerade die lockere Geldpolitik der USA wird von vielen Marktakteuren als eine wichtige Stütze der Gewinne am Aktienmarkt im laufenden Jahr gesehen.

    Spitzenreiter im deutschen Leitindex waren die Papiere des Medizinkonzerns Fresenius mit plus 2,32 Prozent. Die größten Verluste verbuchten die zuletzt gut gelaufenen Eon-Papiere. Sie fielen um rund dreieinhalb Prozent.

    Der EuroStoxx 50 stieg um 0,16 Prozent auf 2974,28 Punkte. Der Cac 40 in Paris behauptete seinen Gewinne zum Handelsschluss knapp, während es für den Londoner FTSE 100 etwas deutlicher nach oben ging. In New York stand der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss moderat höher.

    Am Rentenmarkt kletterte die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,51 Prozent am Vortag auf 1,53 Prozent nach oben. Der Rentenindex Rex fiel um 0,12 Prozent auf 133,28 Punkte. Der Bund Future büßte 0,01 Prozent auf 139,68 Punkte ein. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3566 (Donnerstag: 1,3532) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7371 (0,7390) Euro.

    /infoline/wirtschaft/boersefrankfurt/
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