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    Frankfurt/MainDax rettet nach US-Jobdaten kleines Plus

    Der Dax hat nach einem starken Arbeitsmarktbericht aus den USA moderat im Plus geschlossen.

    Logo DAX
    Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX).
    Foto: Fredrik von Erichsen - dpa

    Der deutsche Leitindex war am Freitag in einer ersten Reaktion zunächst bis knapp unter 11 700 Punkte gestiegen, bevor er seine Tagesgewinne fast komplett einbüßte und schließlich 0,20 Prozent höher bei 11 651,49 Punkten aus dem Handel ging. Auf Wochensicht kostete die etwas abgeebbte Euphorie über die Politik des neuen US-Präsidenten Donald Trump den Dax allerdings 1,38 Prozent.

    MDax und TecDax hingegen präsentierten sich am Freitag uneinheitlich: Während der deutsche Index für mittelgroße Unternehmen um 0,10 Prozent auf 22 644,50 Punkte zulegte, gab der Technologie-Index um 0,16 Prozent auf 1854,88 Punkte nach.

    In den USA waren im Januar überraschend viele neue Stellen geschaffen worden. Börsianer verwiesen zudem auf einen immer noch eher geringen Anstieg der Löhne. Dennoch sah Marktanalyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Marktes die Notenbank Fed bei Zinserhöhungen weiter unter Druck, da Trump auf eine zusätzliche Beschleunigung des Stellenwachstums in den USA dränge. Da steigende Zinsen Aktien gegenüber Anleihen in einem ungünstigeren Licht erscheinen ließen, hätten die Arbeitsmarktdaten den Dax letztlich nur kurz beflügelt.

    Unter den Einzelwerten ragte an der Dax-Spitze Continental heraus. Nach einer Kaufempfehlung der US-Bank Goldman Sachs gewannen die Aktien des Reifenherstellers und Autozulieferers 4,10 Prozent auf 194,10 Euro. Bei 195,30 Euro hatten sie zeitweise den höchsten Stand seit September erreicht. Analystin Lucile Leroux verwies auf die zuletzt unterdurchschnittliche Kursentwicklung von Conti und sieht das Geschäft mit Antriebssträngen als künftigen Kurstreiber.

    Quartalszahlen legten zudem Metro und Compugroup vor. Der auf seine Aufspaltung zusteuernde Handelskonzern Metro enttäuschte vor allem beim bereinigten operativen Ergebnis. Die Anteilsscheine büßten am MDax-Ende rund 3 Prozent ein. Die Compugroup-Papiere gewannen dagegen im TecDax knapp 2 Prozent. Der Gewinn des auf Arztpraxen spezialisierten Software-Anbieters hatte die Erwartungen etwas übertroffen.

    Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,60 Prozent auf 3273,11 Punkte nach oben. Auch in Paris und London legten die Börsen zu. In New York stieg der Dow Jones Industrial zum Handelsschluss in Europa um knapp 1 Prozent.

    Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,19 Prozent am Vortag auf 0,18 Prozent. Der Rentenindex Rex rückte um 0,08 Prozent auf 141,65 Punkte vor. Der richtungweisende Bund-Future stieg um 0,20 Prozent auf 162,59 Punkte. Der Kurs des Euro legte nach dem US-Jobbericht zu und notierte zuletzt bei 1,0787 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,0741 (Donnerstag: 1,0808) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9310 (0,9252) Euro.

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