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  • Dax leicht im Minus

    Frankfurt (dpa). Der Dax hat am Dienstag im Handelsverlauf nur zwischenzeitlich seine Verluste wettmachen können. Am Nachmittag gab der deutsche Leitindex 0,29 Prozent auf 6.031,34 Zähler ab und blieb nur knapp über seinem Tagestief.

    Vortags hatte der Dax dank guter US-Konjunkturdaten den ersten Handelstag des Jahres auf dem höchsten Stand seit 16 Monaten beendet. Der MDax behauptete dagegen ein Plus von 0,73 Prozent auf 7.732,31 Zähler. Der TecDax legte 1,70 Prozent auf 848,61 Punkte zu und konnte damit sein 16-Monats-Hoch vom Vortag noch toppen.

    Händlern zufolge belasteten die fallenden Futures auf die US-Aktienindizes und die entsprechende Erwartung einer verhaltenen Eröffnung der Wall Street. Hinzu kämen Gewinnmitnahmen vor allem bei einigen Dax-Schwergewichten, die das Standardwertebarometer entgegen dem ansonsten leicht positiven Markttrend ins Minus zögen. Allerdings drohe dem Dax erst unter 5.950 Zählern Druck sagte ein Börsianer. Am späteren Nachmittag stehen noch neue Daten vom US-Immobilienmarkt auf der Agenda.

    Bankwerte gehörten europaweit zu den größten Gewinnern an den Aktienmärkten. Im Dax legten Commerzbank 3,74 Prozent auf 6,269 Euro zu und Deutsche Bank verteuerten sich um 2,16 Prozent auf 51,920 Euro. Händler verwiesen auf vage Gerüchte, denen zufolge Barclays seine Gewinnprognose anheben könnte. Das Unternehmen war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Andere Börsianer begründeten die Aufschläge bei den Finanzwerten mit der anhaltend freundlichen Marktstimmung, die durch die jüngsten guten Konjunkturdaten untermauert werde.

    Positive Aussagen der US-Tochter Reebok ließen die Adidas-Aktien um 2,57 Prozent auf 39,50 Euro steigen. Vier Jahre nach der Übernahme durch Adidas kommt die schwer angeschlagene Sportmarke langsam wieder auf die Beine. "Wenn es so weiter geht, ist der Turnaround geschafft", sagte Reebok-Chef Uli Becker dem "Handelsblatt".

    Auch Analystenkommentare sorgten für Kursausschläge. K+S verteuerten sich an der Dax-Spitze um 7,30 Prozent auf 44,79 Euro, nachdem Merrill Lynch die Aktie des Düngemittel- und Salzherstellers von "Underperform" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 36 auf 50 Euro hochgeschraubt hatte. Zudem erhöhte Analyst Andrew Stott seine Schätzungen und setzte die Aktie auf die "Europe 1 List". Nach einem schlimmen Jahr 2009, in das auch eine unerwartet niedrige Preisvereinbarung mit China kurz vor Jahresende falle, seien die Aussichten für 2010 freundlicher, hieß es in einer Studie.

    Die Aktien der Deutschen Telekom verbilligten sich hingegen um 1,46 Prozent auf 10,445 Euro. Morgan Stanley stufte den europäischen Telekomsektor von "Attractive" auf "In-Line" ab und senkte das Kursziel für die Aktie der Telekom von 11,80 auf 10,70 Euro beim Votum "Underweight". Im MDax mussten Sky Deutschland Verluste von 4,02 Prozent auf 2,15 Euro hinnehmen, nachdem die Royal Bank of Scotland (RBS) ihr Ziel für die Titel des Bezahlsenders von 3,73 auf 2,15 Euro gesenkt hatte. Das Votum blieb "Hold".

    Im TecDax stiegen Solarworld-Titel nach positiven Unternehmensaussagen um 5,20 Prozent auf 16,48 Euro. Das Photovoltaik-Unternehmen setzte 2009 nach vorläufigen Zahlen 1,01 Milliarden Euro um und übertraf damit die eigene Prognose von einer Milliarde Euro leicht. Equinet-Analyst Sebastian Growe sah beim Umsatz seine eigenen sowie die Markterwartungen geschlagen.

    Thomas Nagel, Händler und technischer Analyst bei der Frankfurter Investmentbank, räumte der Aktie zudem charttechnisches Potenzial ein. Dagegen ging es für Freenet-Aktien um 4,03 Prozent auf 9,31 Euro bergab. Händlern zufolge kursieren Gerüchte, wonach Goldman Sachs 4,5 Millionen Aktien des Mobilfunkanbieters zu 9,30 Euro je Aktie platziert hat. Ein Börsianer sagte: "Bei dem Volumen und bei der Kursreaktion könnte an den Spekulationen durchaus etwas dran sein."

    Die im SDax notierten Deutz-Titel büßten nach einem Pressebericht 4,01 Prozent auf 3,33 Euro ein. Laut "Financial Times Deutschland" (FTD) erwägt der angeschlagene Motorenbauer einen Antrag auf staatliche Kreditbürgschaft.

    Dabei gehe es um einen Betrag von unter 100 Millionen Euro, um die Entwicklung der neuen Motorengeneration sicherzustellen, heißt es unter Berufung auf Finanzkreise. Zugleich verhandele die Deutz-Finanzchefin Margarete Haase wegen des Bruchs bestehender Kreditverträge mit 15 Fremdkapitalgebern aus den USA, die dem Konzern rund 200 Millionen Euro zur Verfügung gestellt hatten. Eine Deutz-Sprecherin wollte dem Blatt einen möglichen Antrag auf Staatshilfe nicht kommentieren.

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