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    Frankfurt/MainDax fällt tief

    Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag teils hohe Verluste hinnehmen müssen. Eine drohende Verschärfung des Konflikts zwischen der EU und Russland sowie negative Vorgaben von der Wall Street belasteten den Dax am Nachmittag massiv.

    Der deutsche Leitindex sank im Verlauf unter die Marke von 9500 Punkten und schloss mit einem Minus von 1,57 Prozent bei 9510,01 Zählern.

    Der MDax ging 0,29 Prozent tiefer bei 15 927,15 Punkten aus dem Handel. Der TecDax schaffte hingegen ein knappes Plus von 0,07 Prozent auf 1241,97 Punkte.

    Neue US-Konjunkturdaten sorgten für schlechte Stimmung. Die Aufträge für langlebige Güter waren wegen eines Sondereffekts im August so deutlich wie noch nie gefallen. Ohne die stark schwankenden Order für Transportgüter hingegen waren die Bestellungen überraschend deutlich gestiegen. Die Abwärtsbewegung des Dax beschleunigte sich dann mit der schwachen Eröffnung der New Yorker Börse.

    Zusätzlicher Verkaufsdruck kam von Meldungen aus Russland. Einer Moskauer Zeitung zufolge liegt dem russischen Parlament der Entwurf für ein Gesetz vor, das dem Staat die Konfiszierung ausländischer Vermögenswerte im Zusammenhang mit den westlichen Sanktionen gegen das Land erlauben soll.

    «Sind die Börsen, allen voran die Wall Street so heiß gelaufen wie in den vergangenen Wochen, braucht es nicht unbedingt wirkliche Nachrichten, die auf diesem Niveau höchst nervöse Anleger dazu bewegen, sich von ihren Aktien zu trennen», sagte Chefanalyst Jens Klatt von DailyFX. «Und fundamental spricht aktuell nicht viel für Aktienkäufe. Der Kampf der USA gegen die US-Terrormiliz, die immer noch ungeklärte Situation in der Ost-Ukraine und die damit zusammenhängende Sanktionsspirale des Westens gegenüber Russland sorgen für Unsicherheit und Zurückhaltung unter den Investoren.»

    Unter den 30 Einzelwerten im Dax schlossen nur Fresenius-Papiere mit einem Gewinn von 0,42 Prozent. Am Ende rangierten BASF-Aktien, die um 3,66 Prozent nachgaben. Auch die Aktien von Henkel zählten nach enttäuschenden Zahlen des Wettbewerbers HB Fuller zu den Schlusslichtern. Der US-Hersteller von Industrieklebstoffen hatte in seinem dritten Geschäftsquartal laut Händlern vor allem beim Gewinn die Markterwartungen deutlich verfehlt.

    Die Papiere von Volkswagen und Daimler litten darunter, dass die VW-Tochter MAN die Ergebnisziele für ihre Lkw- und Bus-Sparte im laufenden Jahr gesenkt hatte. VW-Vorzugsaktien verloren 2,12 Prozent, die Titel des MAN-Wettbewerbers Daimler fielen um 1,15 Prozent.

    Im MDax stiegen die Aktien von Airbus um 2,21 Prozent. Der Flugzeugbauer erwartet in den kommenden 20 Jahren ein deutliches Wachstum im weltweiten Luftverkehr. Aktien von Dürr legten ebenfalls zu: Der Hersteller von Fahrzeug-Lackieranlagen bleibt auch nach der Übernahme von Homag in Kauflaune. «Wir sind offen für weitere Akquisitionen», sagte Konzernchef Ralf Dieter der «Börsen-Zeitung».

    An der TecDax-Spitze schnellten die Aktien von Aixtron um mehr als 15 Prozent in die Höhe. Der angeschlagene LED-Ausrüster erhielt einen Großauftrag aus China. Damit habe der Spezialmaschinenbauer die Voraussetzungen für ein ordentliches Umsatzwachstum 2015, sagte Analyst Fabian Süßenguth von der Landesbank Baden-Württemberg.

    Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone fiel um 1,29 Prozent auf 3202,31 Punkte. Die Leitindizes an den Aktienmärkten in Paris und London verzeichneten ebenfalls hohe Abgaben. An der Wall Street büßte der Dow Jones Industrial zuletzt 1,34 Prozent ein.

    Am Rentenmarkt stagnierte die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere bei 0,79 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,02 Prozent auf 137,70 Punkte. Der Bund Future gewann 0,34 Prozent auf 149,37 Punkte. Der Kurs des Euro gab nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2712 (Mittwoch: 1,2826) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7863 (0,7796) Euro.

    /infoline/wirtschaft/boersefrankfurt/
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