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    ParisChina verspricht mehr Flexibilität für Yuan

    Der chinesische Präsident Hu Jintao hat sich im globalen Währungsstreit kompromissbereit gezeigt. «Wir werden die Flexibilität des Yuan verbessern, so dass wir eine relative Stabilität unserer Währung auf einem vernünftigen und ausgeglichenen Niveau erreichen».

    Yuan
    Chinesische Yuan-Scheine: Vor allem die USA werfen China vor, den Yuan niedrig zu halten und sich dadurch unfaire Handelsvorteile zu verschaffen.

    Dies sagte Hu der Zeitung «Le Figaro» (Dienstag). China habe sich immer für eine Reform des Mechanismus zur Bildung des Yuan-Wechselkurses eingesetzt, fügte er hinzu.

    Vor allem die USA werfen China vor, den Yuan niedrig zu halten und sich dadurch unfaire Handelsvorteile zu verschaffen. China will mit Blick auf seine Exporte eine Aufwertung vermeiden, die die Schließung von Fabriken und massive Kündigungen zur Folge hätte. Der seit Monaten anhaltende Währungsstreit soll eines der großen Themen auf dem G20-Gipfel vom 10. bis 12. November in Seoul sein.

    Beim anstehenden Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten in Frankreich erhofft sich die französische Wirtschaft massive Aufträge. Der Atomkonzern Areva werde voraussichtlich einen Vertrag mit China Guangdong Nuclear Power Holding (CGNPC) im Wert von drei Milliarden Dollar (2,2 Mrd Euro) über die Lieferung von Uran abschließen. Dabei gehe es um die Lieferung von insgesamt 20 000 Tonnen innerhalb der kommenden zehn Jahre, berichtete die Zeitung «Les Echos» (Dienstag).

    Auch der Kauf zweier weiterer EPR-Atomreaktoren sei weiterhin im Gespräch. Mit dem chinesischen Atomunternehmen CNNC verhandelt Areva außerdem über den Bau einer Wiederaufarbeitungsanlage für abgebranntes Brennmaterial nach dem Vorbild der Anlage im nordfranzösischen La Hague. Nach Informationen der Zeitung «Le Monde» will China außerdem 100 bis 150 Flugzeuge von Airbus kaufen, in erster Linie vom Typ A320.

    Der französische Präsident Nicolas Sarkozy sieht in China einen wichtigen Partner bei der Vorbereitung der französischen G20- Präsidentschaft. Die Beziehungen beider Länder haben sich nach Spannungen vor zwei Jahren wieder normalisiert. Sarkozy hatte 2008 den Dalai Lama empfangen, zudem war es beim olympischen Fackellauf in Paris zu Protesten gegen Chinas Tibet-Politik gekommen. Im vergangenen Frühjahr war Sarkozy zur Eröffnung der Weltausstellung nach China gereist und hatte damit einen Schlussstrich unter die Phase der Spannungen gezogen.

    Interview mit Hu

    Wirtschaft
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