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    BerlinBahnen rufen GDL zum Einlenken auf

    Die Deutsche Bahn und sechs große Privatbahnen haben die Lokführergewerkschaft GDL vor einem drohenden Arbeitskampf zum Einlenken aufgerufen. Die nach dem 16. Februar angekündigten Warnstreiks seien «völlig unangemessen und überzogen», sagte Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber.

    Lokführer

    Die Verhandlungsführerin der Privatbahnen, Ulrike Riedel, betonte die weitere Bereitschaft zu Verhandlungen «unter der Voraussetzung, dass Kompromissbereitschaft besteht» und der vorliegende Branchentarifvertrag für den Nahverkehr respektiert werde. Er soll an diesem Montag mit der konkurrierenden Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) unterzeichnet werden.

    Die GDL entgegnete, dass es nicht ein Jota Entgegenkommen der Arbeitgeberseite gebe. Daher werde wie geplant am 16. Februar ein Protesttag in Berlin organisiert, sagte eine Sprecherin auf Anfrage am Freitag. Danach soll zu Warnstreiks aufgerufen werden, wie es die Tarifkommission bereits beschlossen hat. Über Orte und Zeiten will die GDL «rechtzeitig vorher» informieren.

    Die Gewerkschaft strebt einen eigenen bundesweiten Rahmentarifvertrag an, der einheitliche Standards für alle 26 000 Lokführer im Nah-, Fern- und Güterverkehr festschreiben soll. Verhandlungen mit der bundeseigenen Deutschen Bahn (DB) sowie der Gruppe der Privatbahnen Abellio, Arriva, Benex, Keolis, Veolia und Hessische Landesbahn hatte die GDL für gescheitert erklärt.

    Bahn-Personalvorstand Weber sagte, in den Verhandlungen mit der GDL sei man «objektiv sehr weit gekommen». Wesentliche ihrer Forderungen seien bereits erreicht. So stehe ein einheitliches Entgelt auf DB-Niveau von 2295 Euro für Berufsanfänger auch im Branchentarifvertrag für den Nahverkehr. Weitere Punkte etwa zur sozialen Absicherung seien Teil des Lokführer-Tarifvertrags bei der Bahn.

    Die Co-Verhandungsführerin der Privatbahnen, Ulrike Haber-Schilling, wies darauf hin, dass die sechs Unternehmen der GDL von vornherein kein Exklusivrecht für Verhandlungen über Lokführer zugesagt hätten, da zahlreiche Beschäftigte bei der EVG organisiert seien.

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