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    Bäte: Allianz wird kein Digitalisierungsopfer

    Die Allianz ist Europas größter Versicherungskonzern - und gilt als schwerfällig. Vorstandschef Oliver Bäte will dem Eindruck entgegen treten, das Unternehmen sei zu langsam für die Digitalisierung. Er rechnet mit einem hohen Produktivitätsgewinn.

    Allianz
    Allianz-Vorstandschef Oliver Bäte.
    Foto: Peter Kneffel - dpa

    München (dpa). Der Versicherungskonzern Allianz will ab 2018 die Früchte der Digitalisierung ernten. Dies sagte Vorstandsmitglied Christof Mascher bei einer Investorenveranstaltung in München.

    Bereits jetzt seien 800 Millionen Euro Produktivitätsgewinn durch die Digitalisierung fest eingeplant. Über das Erreichen weiterer 400 Millionen werde konzernintern diskutiert.

    Vor einem Jahr hatte die Konzernspitze sich eine Milliarde Euro als Ziel gesetzt. „Die Allianz wird vorne und im Zentrum des Prozesses (der Digitalisierung) stehen und kein Opfer sein“, sagte der Vorstandsvorsitzende Oliver Bäte.

    Der Allianz-Chef trat damit den seit Jahren in der Digitalbranche verbreiteten Prophezeiungen entgegen, die Versicherungsbranche wie auch die Allianz selbst sei zu langsam und zu wenig innovativ, um mit dem technologischen Wandel Schritt zu halten. „Wir neigen dazu, die Kraft dieser Institution zu unterschätzen“, sagte Bäte über die Allianz. Sie investiere jährlich 650 Millionen Euro in die Digitalisierung. Als Stärken nannte Bäte unter anderem die Zahl der weltweit 85 Millionen Kunden und die Bekanntheit der Marke.

    Die Börse war davon indes nicht beeindruckt, bis Mittag verzeichnete die Allianz-Aktie ein leichtes Minus. Die Analysten der Investmentbank Oddo Seydler indes sehen den Münchner Konzern gut gerüstet. „Wir glauben, dass die Allianz mit ihren starken finanziellen Ressourcen die digitale Sprunghürde auf ein Niveau heben wird, bei dem viele kleinere Mitspieler im Wettbewerb nicht mehr mithalten können“, heißt es in einem Papier.

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