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    Leipzig/BerlinPanne verzögert Waffenlieferung

    Ein Defekt an der Transportmaschine hat die erste deutsche Waffenlieferung an die Kurden im umkämpften Nordirak verzögert. Die Bundeswehr wollte von Leipzig aus Waffen und Munition nach Bagdad schicken. Das dafür vorgesehene Flugzeug der niederländischen Luftwaffe hatte jedoch einen Defekt, teilte die Bundeswehr mit.

    Vorerst gestoppt: Die Lieferung der deutschen Waffen an die kurdischen Peschmerga vom Flughafen Leipzig/Halle in den Nordirak verzögert sich wegen einer Panne an der Transportmaschine. Foto: dpa
    Vorerst gestoppt: Die Lieferung der deutschen Waffen an die kurdischen Peschmerga vom Flughafen Leipzig/Halle in den Nordirak verzögert sich wegen einer Panne an der Transportmaschine.
    Foto: dpa

    Auch eine Gruppe deutscher Militärausbilder auf dem Weg in den Irak sitzt weiter fest. Für die Reparatur der niederländischen Maschine musste ein Ersatzteil eingeflogen werden. Das Flugzeug wurde repariert. Ein neuer Termin für den Abflug wurde vorerst nicht genannt.

    Die 50 Panzerfäuste mit Munition, 520 G3-Gewehre und 20 Maschinengewehre sind für die Peschmerga im nordirakischen Kurdengebiet bestimmt. Die Bundesrepublik unterstützt damit den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Auf die erste Lieferung sollen bis Anfang Oktober weitere folgen. Insgesamt sollen 10 000 kurdische Kämpfer mit Waffen für 70 Millionen Euro aus Bundeswehrbeständen ausgerüstet werden. Die Bundeswehr will insgesamt 600 Tonnen Material in den Irak schicken.

    Der Linke-Fraktionschef im Bundestag, Gregor Gysi, kritisierte die Waffenlieferungen an den Irak: "Im Irak mangelt es an vielem, nur nicht an Waffen. Deutschland darf niemals Bestandteil des Nahostkonfliktes werden und sollte deshalb umfassende humanitäre, aber keine militärische Hilfe leisten", sagte er unserer Zeitung. Außerdem berichtete Gysi, dass Jan van Aken, außenpolitischer Sprecher der Linken, den Waffentransport begleiten wollte, was ihm vom Bundesverteidigungsministerium untersagt worden sei. "Warum eigentlich?", fragt Gysi.

    Die Verzögerung der ersten Waffenlieferung kommentierte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) nicht. Sie räumte in Berlin jedoch Probleme beim Lufttransport der Bundeswehr ein. Sie wolle nicht verhehlen, dass die Bundeswehr auch Material habe, "das schon einige Jahre auf dem Buckel hat". Deswegen sei die Bundeswehr dauerhaft im Dialog mit der Rüstungsindustrie.

    Im Nordirak sollen die Peschmerga-Kämpfer von deutschen Soldaten im Umgang mit den Waffen geschult werden. Sechs Fallschirmjäger und ein Sanitäter sollten dazu in den Irak fliegen - allerdings wurde ihnen tagelang die Einreise verweigert. Sie saßen noch in Bulgarien fest. dpa/rl

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