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Sexy und schottisch: Sean Connery wird 80

Er schuf den Mythos James Bond: Sean Connery. Heute wird der Schotte 80 Jahre alt. Grund genug, in Erinnerungen zu schwelgen und sich an die großen Meisterwerke des Agententhrillers zu erinnern.

"Gestatten, mein Name ist Bond, James Bond." Mit diesem lässig dahingeworfenen Satz stellte sich Sean Connery 1962 als "007, Geheimagent im Dienste Ihrer Majestät", vor. Zwei Jahrzehnte lang stimmte er damit das Publikum auf spannende, bisweilen surreale Kinoabenteuer ein. Der unerschrockene Held, den Gefahren ebenso faszinierten wie schöne Frauen und schnelle Autos, wurde durch seinen Darsteller Sean Connery zum Mythos - von "James Bond jagt Dr. No" (1962) über "Liebesgrüße aus Moskau", "Goldfinger", "Thunderball" und "Diamantenfieber" bis hin zu "Sag niemals nie" (1982). Heute wird der charismatische Schauspieler 80 Jahre alt.

Er hat eine Karriere gemacht, wie das Kino sie liebt: Thomas Sean Connery, 1930 im schottischen Edinburgh geboren, wuchs in einfachen Verhältnissen auf, verließ vorzeitig die Schule und heuerte mit 16 bei der Marine an. Dort verbrachte er fünf harte Jahre. Er jobbte dann als Model, Bodybuilder und Rettungsschwimmer, liebäugelte mit einer Karriere als Fußballer und kam schließlich zum Film. In Produktionen wie "Hell Drivers" oder "Tarzan's Greatest Adventure" machte er in den 50er-Jahren eine sprichwörtlich gute Figur.

Der internationale Durchbruch kam 1962 mit "James Bond jagt Dr. No". Es war die erste von etlichen Ian-Fleming-Verfilmungen - und Connerys erster Flirt mit einem "Bond-Girl". Gewandt und reaktionsschnell, charmant, mit einem Touch Brutalität, so gestaltete Connery seinen Helden. Er begründete damit ein eigenes Genre - den Bond-Film. Für Agent 007 war die Rettung der Welt beruhigenderweise nie ein Problem. Wagemutig und lässig trickste Bond die international agierenden Bösewichte aus, ob sie nun Blofeld, Dr. No, Goldfinger oder Largo hießen, und setzte ihrem bisweilen nuklear untermauerten Größenwahn ein Ende.

In seinem siebten und letzten Bond-Film, "Sag niemals nie", dem Remake von "Thunderball", spielt Connery den 007 mit viel Selbstironie: James Bond als in die Jahre gekommener und verwundbarer Mann, der lieber mit schönen Frauen tanzt, als mit einem Düsenmotorrad durch die Luft zu sausen. Aber Connery war und blieb "The Sexiest Man Alive", wie ihm das Magazin "People" 1989 attestierte - der attraktivste Mann der Welt.

Da war das Bond-Image für Connery längst eine Nebensache. "James Bond ist nur ein Teil meiner Geschichte", das ist Connery wichtig. Schon früh hatte der Schauspieler auch auf andere Rollen bestanden, etwa in Alfred Hitchcocks "Marnie" (1964), "Die Brücke von Arnheim" (1977) oder 1976 in dem Robin-Hood-Abenteuer "Robin und Marian". Mit ihnen profilierte er sich als Charakterdarsteller.

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