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Nürburgring-Chef Lindner im RZ-Interview: "Region profitiert von uns"

 

Vom Erfolg des neuen Nürburgrings ist der neue Chef Jörg Lindner überzeugt. Er handelte sich kein Kündigungsrecht beim Land aus.
Vollrath

Rheinland-Pfalz - Nach dem Debakel mit dem für 330 Millionen Euro ausgebauten "Nürburgring 2009" tritt Jörg Lindner von der Düsseldorfer Hotelgruppe als Problemlöser an: Er will die weltberühmte Rennstrecke in der Eifel ganzjährig zum Touristenziel machen. Wir sprachen mit ihm über seine Pläne.

 

Eins ist im Gespräch mit Jörg Lindner, dem neuen Chef des Nürburgrings, ganz anders als früher. Nicht ein Mal fällt das Wort Mythos. Bisher hat die Lindner-Gruppe am Ring zwei Hotels samt Eifel- und Feriendorf vermarktet. Als neuer Chef der Betreibergesellschaft Nürburgring Automotive ist Jörg Lindner jetzt auch für die Rennstrecken und den Freizeitpark zuständig. Die Chancen sondiert er unaufgeregt.

Wie zufrieden starten Sie in die neue Ära am Nürburgring?

Sehr. Die Mitarbeiter sind sehr motiviert, und die ersten Veranstaltungen wurden erfolgreich durchgeführt. Unter unseren 33 Hotels der Lindner Unternehmensgruppe liegt das am Nürburgring bereits hinter Hamburg auf Platz zwei, was den Umsatz betrifft. Das schließt die Lindner-Betriebe inklusive Feriendorf in Drees mit ein.

Aber alteingesessene Gastronomen kritisieren, dass Sie mit den vom Land finanzierten Hotels Gäste abwerben. Was sagen Sie ?

Das Gegenteil ist richtig. Im ersten Quartal 2010 gab es im Kreis Ahrweiler sechs Prozent mehr Gäste und drei Prozent mehr Übernachtungen als im Vorjahreszeitraum. In der Gemeinde Nürburg sind im Vergleich Januar 2010 mit Januar 2009 die Übernachtungen von 1629 auf 3832 gestiegen. Davon entfallen 1482 auf das Lindner Congress Motorsport Hotel und das Hotel im Eifeldorf Grüne Hölle. Das heißt: Die Zahl der Übernachtungen hat in Nürburg generell zugenommen. Wer uns vorwirft, wir kannibalisieren den Markt, tut das faktenfrei. Ich bin überzeugt, die Region profitiert von uns.

 Aber dem teuren Ringwerk und dem Boulevard fehlen die Besucher. Warum bringen Busunternehmen nicht mehr Tagestouristen?

Bei einer Veranstaltung mit 700 Vertretern von Busreisen war das Echo im Dezember groß. Aber sie brauchen natürlich einen Vorlauf für die Prospekte. Wir müssen natürlich alles daran setzen, dass Leute unter der Woche kommen. Es ist überhaupt kein Problem, von Mai bis Oktober den Ring vollzumachen und von Freitag bis Sonntag. An der Auslastung der übrigen Zeit arbeiten wir.

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Leserkommentare (4)

1
von googlehupf vom 12.08 - 17:55 Uhr
Das Prinzip von Lindners Antworten ist immer gleich: Hoffen auf Erfolg. Weil Besucherzahlen und Geldausgaben für Vergnügungen nicht determiniert ...
2
von Woody Alien vom 12.08 - 19:19 Uhr
"konzeptionellen Unzulänglichkeiten des Erlebnisparkes" Was meinen Sie damit? Gehen Sie davon aus, dass wir hier in Mainz nicht so viel von ...
3
von googlehupf vom 12.08 - 21:48 Uhr
[QUOTE=Woody Alien;4090]"konzeptionellen Unzulänglichkeiten des Erlebnisparkes" Was meinen Sie damit?[/QUOTE] 1. Der Erlebnispark wurde in ...

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