Doris Ahnen (SPD) will kleinere Klassen und kostenfreie Schülerbeförderung
Von Doris Ahnen (SPD)
Rheinland-Pfalz - Vielfalt und klare Wege – das sind die Markenzeichen rheinland-pfälzischer Schulpolitik. Vielfalt, damit jedes Kind und jeder Jugendliche seinen Weg zu schulischem Erfolg und persönlicher Zufriedenheit findet. Klare Wege, damit Eltern und Schule gemeinsam Verantwortung für die bestmögliche schulische und persönliche Entwicklung von Kindern übernehmen können. Vielfalt und klare Wege sind die besten Voraussetzungen, damit Schülerinnen und Schüler ohne Angst vor Versagen bestmögliche Leistungen erzielen.
So belegen rheinland-pfälzische Schülerinnen und Schüler bei der erstmaligen Überprüfung der bundesweit geltenden Bildungsstandards Spitzenplätze. Das rheinland-pfälzische Schulsystem ist leistungsfähig und zugleich sozial gerechter als in vielen anderen Bundesländern.
Die beiden Prinzipien Vielfalt und klare Wege spiegeln sich in der Schulstruktur unseres Landes wider. Nach der Grundschule bieten derzeit 146 Gymnasien, 162 Realschulen plus und 52 Integrierte Gesamtschulen unterschiedliche, jedoch gleichwertige Angebote, damit Kinder und Jugendliche durch Fördern und Fordern von Leistung zu möglichst guten Schulabschlüssen geführt werden. Wege zu höheren Abschlüssen oder zum Einstieg in eine berufliche Ausbildung müssen immer offenstehen. So ist es einerseits gelungen, die Zahl der Abgängerinnen und Abgänger ohne Schulabschluss durch gemeinsame Anstrengungen aller Schulen auf einen neuen Tiefstand zu senken und zugleich den Anteil der Jugendlichen eines Jahrgangs, die die Hochschulreife erworben haben, deutlich zu steigern.
Diese Erfolge waren nur möglich, weil die Landesregierung unterschiedliche, jedoch im Ergebnis gleichwertige Wege eröffnet hat: über die Oberstufen von Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen sowie über die Angebote des berufsbildenden Bereichs von der Berufsoberschule für Jugendliche mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung bis zum beruflichen Gymnasium. Die Gleichwertigkeit von beruflicher und allgemeiner Bildung bleibt auch in Zukunft Richtschnur bildungspolitischen Handelns. Dazu gehören die vorgenommene Öffnung der Hochschulen für qualifizierte Berufstätige und der Aufbau von Fachoberschulen als organisatorisch verbundene Oberstufe von Realschulen plus. Das rheinland-pfälzische Schulsystem bietet somit in Zukunft eine weitere attraktive Alternative, die bis zur Fachhochschule und zur Universität führen kann. Und es zeigt sich deutlich: Unsere Bildungsreformen sind kein Selbstzweck, sondern zeitgemäße Antworten insbesondere auf die demografische Entwicklung und den Fachkräftebedarf der Zukunft.









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