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RZ-FEATURE: Mitchell - der Fachmann für knifflige Deals

Als Barack Obama den scharfsinnigen Schiedsrichter kurz nach Amtsantritt zum Nahostemissär machte, holte er ihn praktisch aus dem Ruhestand. Seine beste Zeit hatte Mitchell in den achtziger und neunziger Jahren. 1982 wurde der Demokrat in den US-Senat gewählt, wo er es bis zum Fraktionschef brachte. 1994 wollte ihn der damalige Präsident Bill Clinton zum Verfassungsrichter am Supreme Court küren. Mitchell schlug das Angebot aus, mit dem Argument, dass er erst Clintons Gesundheitsreform durchs Parlament boxen müsse. Als das Projekt scheiterte, war seine Karriere beschädigt, zumindest innenpolitisch. Auf internationalem Parkett dagegen sammelte der Ex-Senator weiter Lorbeeren. Auf der irischen Insel überwachte er die Entwaffnung der katholischen Untergrundarmee IRA sowie protestantischer Milizen, was bedeutete, mitunter bei Nacht und Nebel zu geheimen Verstecken zu fahren. Später leitete er eine Kommission, die im Detail ergründen sollte, warum sich die Spannungen in Nahost im Herbst 2000 in einer neuen Intifada der Palästinenser entluden.

Als Kind hat Mitchell ein paar Brocken Arabisch gelernt, da war er Messdiener in einer arabischsprachigen Kirche in Waterville, einer Kleinstadt in Maine. Seine Mutter, eine Maronitin, stammt aus dem Libanon.

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