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Auf sanierter Rollbahn: Am Hahn startet und landet (fast) alles wieder planmäßig

Flughafen Hahn - Seit Mittwoch ist der Luftraum über Europa wieder offen. Erst einen Tag später nimmt die irische Billigfluggesellschaft Ryanair den Flugbetrieb wieder auf. Die Flughafengesellschaft hat die Zeit für die Sanierung der Rollbahn genutzt, die am Morgen runderneuert auf die ersten Maschinen wartet.

 

Einen Tag später als an anderen Airports in Deutschland hat der Flughafen Frankfurt-Hahn seinen Flugbetrieb wieder aufgenommen. Wie schon zu Beginn des Flugverbots verlief auch die Wiederaufnahme des Betriebs ohne Hektik und Chaos.

Im Terminal herrscht am Vormittag noch wenig Betrieb – was auch daran liegt, dass Ryanair zunächst erst ab 13 Uhr wieder fliegen wollte.

 

Nur wenige gestrandete Passagiere nutzen den ersten Flugtag am Hahn. Angela Schneider aus Bonn saß in Jeres/Spanien fest, hatte einen Flug nach Barcelona ergattert, dort bei Freunden übernachtet und kommt nun mit der ersten Maschine von Gerona (bei Barcelona) wieder in der Heimat an. „Ständig waren wir in Internet-Cafés und haben geschaut, was geht. Gut, dass es am ersten Tag, an dem wieder geflogen wird, geklappt hat“, sagt die Frau.

13 Stunden im Bus

Die meisten Passagiere, die irgendwo in Europa wegen des Flugverbots festgesessen hatten, waren wohl schon mit anderen Verkehrsmitteln an ihr Ziel gelangt. Charlotte und Hanskarl Sommer aus Bonn nahmen nach ihrem verlängerten Aufenthalt in Krakau den Bus. Nach 13 Stunden Fahrt von Polen sind sie geschafft, als sie im Hunsrück eintreffen. „Zweimal haben wir vergeblich umgebucht und dann den Bus genommen, aber was soll man machen?“, sagt die Frau.

Ganz ohne Ärger verläuft der „Neustart“ am Hahn nicht. Erst am Morgen wird bekannt, dass der Luftraum über Finnland erneut gesperrt ist. Reisende, die noch vor ihrer Anreise zum Hahn im Internet oder telefonisch die Bestätigung erhalten, dass der Flug nach Tampere um 12,55 Uhr stattfindet, müssen feststellen, dass die 400 Kilometer Autofahrt umsonst waren.

„Wir kommen von Schweinfurt und Nürnberg, um unseren Geschäftstermin in Finnland wahrzunehmen und jetzt hören wir, dass der Flug nicht stattfindet. Was ist denn das für ein Kaspertheater?“, schimpft Johannes Arndt, der mit seinem Kollegen Tim Schütte unverrichteter Dinge den Hunsrück wieder verlassen muss. „Ich hab doch heute Morgen um 8.30 Uhr noch gesagt bekommen, der Flug findet statt und ich soll meine Boarding-Karte ausdrucken“, versteht Schütte die Welt nicht mehr.

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